Agiles Denken in Schulen (3)

Jetzt kommt der interessanteste und für mich schwierigste Teil: Das Übertragen von agilem Denken, vor allem basierend auf Scrum, in den Schulalltag. Und um es aber gleich vorweg zu sagen: Es gibt viele Möglichkeiten von agilem Denken und Ansätzen (Scrum, Kanban, Design Thinking, …) und es gibt viele Arten diese anzuwenden und anzupassen. Daher ist das Ziel dieses Artikels auch nicht eine Anleitung zu schreiben, sondern Kollegen einen anderen Denkansatz zu verdeutlichen. Es ist vor allem die Haltung, die zählt, denke ich. Und dann ist es natürlich so, dass erst, wenn ich weiß, was alles auch möglich wäre, ich mich frei entscheiden kann.

Kurze Zusammenfassung

Im letzten Beitrag habe ich knapp agiles Projektmanagement am Beispiel Scrum vorgestellt. Ziel war es, die folgenden Kernelemente von agilem Denken darzustellen:

  1. Agil bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Weg zum (Lern-)Ziel immer wieder angepasst wird und flexibel ist.
  2. Agil bedeutet, dass alle Beteiligten, hier vor allem die Schüler, an der Auswahl des Weges beteiligt werden. Die Auswahl des Weges wird unter den Schülern, aber auch den mit der Lehrkraft zusammen besprochen.
  3. Der Verlauf des Weges wird diskutiert und reflektiert, um die nächsten Schritte auf dem Weg optimal anzupassen. Hier kann eine Board helfen auf dem der Verlauf sichtbar gemacht wird.
  4. Eine Person, in der Regel die Lehrkraft, fungiert als Helfer auf dem Weg. Er unterstützt die Schüler bei der erfolgreichen Bearbeitung der Schritte auf dem Weg und unterstützt bei der Bewertung des Geleisteten.

Was in meinen Augen nicht wirklich zwingend nötig ist, aber doch oft passiert, wäre eine zeitliche Begrenzung im Sinne der Sprints bei Scrum. Auf der anderen Seite ist man durch die Vorgabe der Unterrichtsstunden meistens sowieso eingeschränkt. Ich würde diesem Aspekt daher eher eine untergeordnete Rolle geben. Auf der anderen Seite kann aber auch genau diese Zeitbegrenzung, vor allem wenn Sie knapp gesetzt wird, zu einer ganz bereichernden Dynamik führen. Dazu aber mehr in den Beispielen, die ich in den folgenden Beiträgen noch darstellen will.

Kurz zusammengefasst: Es geht um soziale Eingebundenheit der Lerner sowie um das Erleben von Autonomie und um das Spüren der eigenen Kompetenzen. Was man im Übrigen aber auch auf das Kollegium übertragen kann.

Im vierten Teil geht es dann um Beispiele. Teils aus meiner Erfahrung, teils aus Büchern oder Erzählungen von Kolleginnen und Kollegen.

Wer noch weiter sich mit der Theorie beschäftigen möchte, der findet in folgender Literatur vielleicht das passende für sich:

 

 

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