Die Persönlichkeit macht den Unterschied

Gestern gab es noch einen interessanten Artikel in der SZ – über Lehrer. Und das einzige Ziel des Artikels war es, den Lehrer einmal so richtig zu loben.Eine stichwortartige Zusammenfassung:

  • Klassengröße spielt keine Rolle
  • Medien spielen kaum eine Rolle
  • In den Ministerien und Universitäten sitzen entweder nur Theoretiker oder Personen, die sich an ihr eigenes Unterrichten nicht mehr erinnern können.
  • Den “alt”-eingesessenen Professoren fällt damit nichts mehr ein.
  • Und die Ministerien greifen das auf und verpacken das in pseudopädagogische Worthülsen (Auszug):

    Wichtig ist demzufolge die “Schaffung einer positiven Lernkultur”, wobei man als Pädagoge die “resourcenorientierte Beratung auf systemisch-lösungsorientierter Basis” und das “bedarfsorientierte Training nach dem Mini-Max-Prinzip” genauso wenig aus dem Blick verlieren soll wie die “Vermittlung lernstilorientierter Strategien”, wobei da wiederum insbesondere “metakognitive Kontrollstrategien” sowie “motivational-volitionale Stützstrategien” von Bedeutung zu sein scheinen.

  • Koreanische Ansätze sind auch keine Lösung – zu viele Selbstmorde.
  • Finnische Ansätze sind auch keine Lösung – zu viel Schule, das wäre bei uns nicht finanzierbar.
  • Schüler als Person wahr und ernst zu nehmen, ist wichtig.
  • Gespräche mit Eltern sind schwierig, da diese die Schule oft nur als Dienstleister sehen.

Das einzig wirkliche Problem aller Lehrer und das sich wirklich alle Lehrer wünschen, ist: Zeit!

  • Zeit zum Vorbereiten des Unterrichts und damit weniger sinnlose Verwaltung.
  • Zeit im Unterricht durch Fokussierung auf Kerninhalte.
  • Zeit, um auf Schüler besser eingehen zu können.
  • Zeit für Gespräche mit Eltern

Schläge auf den Hinterkopf….

…sollen ja bekanntermaßen das Denkvermögen erhöhen. Dann müssten wir Menschen aber mächtig intelligent sein – und die Tiere auch. Zumindest nach einem Artikel in der heutigen SZ:Demnach rasen pro Minute 200 Teilchen durch unseren Kopf!

Unglaublich, oder? Und viel unglaublicher, warum wir davon gar nichts merken. Aber erstmal zur Erklärung, die in der Zeitung steht.

Patrick Slane, Astrophysiker in Cambridge, Massachusetts, fand heraus, dass die kosmische Strahlung daran schuld ist. Denn eigentlich sind die meisten Teilchen, die aus dem Kosmos auf uns zu rasen, elektrische geladen und werden durch das Magnetfeld der Erde abgelenkt. Meist zu den Polen, wodurch dann durch weitere pyhsikalische Prozesse die bekannten Polarlichter entstehen.

Allerdings entstehen die Polarlicht durch Teilchen aus dem Sonnenwind, die durch unser Erdmagnetfeld zu den magnetischen und damit geographischen Polen umgelenkt werden. Ohne Magnetfeld wären wir daher dem Sonnenwind schutzlos ausgeliefert. Ein Szenario, das im Film The core dargestellt wird.

Wo kommen nun die Partikel her, die zweihundertfach unseren Kopf durchdringen? Leider wird es in dem Artikel nur angerissen: Kosmische Strahlung, entstanden aus  Supernovae, trifft auf die Erdatmosphäre, wird abgremst und dadurch in verschiedene Teilchen umgewandelt. Diese Durchdringen dann den Kopf.

Eine kurze Erklärung dazu: Kosmische Strahlung besteht aus primärer und sekundärer kosmischer Strahlung. Primäre kosmische Strahlung besteht zu ungefähr 85% aus Elektronen/Protonen, zu einem Zehntel aus Alpha-Teilchen (eine Form von Radioaktivität) und zu ca. 1% aus schwereren Kernen. Trifft nun beispielsweise eines der schnellen Protonen auf Teilchen in der Atmospäre, so kann es bis zu 1 Million Sekundärteilchen erzeugen. Stößt es zum Beispiel mit einem anderen Proton zusammen, so kann ein Teil der Energie in ein Pion umgewandelt werden, was wiederum in ein Myon zerfällt, welches wiederum zerfällt.

Das Ganze ist natürlich sehr komplex, wie man beim Lesen der Wikipedia-Links feststellen kann. Daher habe ich mich hier auf ein phänomenologischen Anreißen beschränkt.

Jetzt ist aber genug – ich brauche erstmal ein Aspirin. Schließlich habe ich beim Schreiben dieses Beitrag ungefähr 5000 Teilchen auf bzw. durch den Kopf bekommen.

Ferienzeit – freie Zeit?

Viele denken, dass man als Lehrer in den Ferien nichts zu tun. Und manchmal haben sie auch recht. Denn bei der Aussicht auf Schulaufgaben-Korrekturen in den Osterferien und Abiturkorrekturen in den Pfingstferien versuche ich es gerade ruhig angehen zu lassen. Was mir leider auch grippekrank leider zu gut gelingt. Aber vorher war ich noch aktiv mit den Kindern. Gerade mit meinem mittlerem konnte ich die ein oder andere Zeit im Keller verbringen. Herausgekommen ist dabei:

  1. Ein Modellsegelboot, das mit Hilfe eines unvollständigen russischen Bausatzes gebaut wurde
  2. Ein hand gebauter Elektromotor
  3. Eine Sitzbank für die Werkbank, so dass wir erstmal nebeneinander sitzen konnten.
  4. Eine 6-saitige UkuleleDabei haben wir eine alte Kindergitarre genommen und ein zwei Sätze Sopran-Saiten genommen. Die C und E Saite wir dabei doppelt genommen. Klingt insgesamt okay ist aber leider sehr instabil in der Stimmung. Aber Spaß gemacht hat es schon und man hat was dabei gelernt. Und beim nächsten Bausatz weiß man dann schon mal eher Bescheid auf was man achten muss.
  5. Dann wollte ich noch mit einem Freund Cajons bauen, aber da ist mir dann leider die Grippe dazwischen gekommen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Durch die weitere Nutzung der Seite (Scrollen, Navigieren) stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen