Selbstständig programmieren lernen

„Ich würde gerne programmieren lernen, weiß aber nicht wie. Können Sie mir helfen?“

Das ist eine Frage, die ich ab und an zu hören bekomme und die ich nur recht schwer beantworten kann. Denn Programmieren zu lernen ist wie bei vielen anderen Dingen vor allem eine Fleißfrage. Oftmals wissen die Fragenden gar nicht, was sie genau programmieren wollen. Sie finden es irgendwie cool. Oder sie haben sich ein so hohes Ziel gesetzt, dass sie bald frustriert aufgeben. In beiden Fällen wird oft frustriert aufgegeben, weil man einfach permanent scheitert.

Wer das Glück hat und eine „Hacker“-Gruppe in seiner Stadt hat, der kann versuchen sich diesen anzuschließen. Aber in der Regel ist auch das schwierig, da die Mitglieder alle schon irgendwie programmieren können und dann nicht den Unterschied zwischen verschiedenen Schleifenarten erklären wollen.

Was also tun?

Im Internet gibt es einige mehr oder weniger kostenfreie Lernplattformen, die auf ein oder mehrere Themenbereiche sich konzentrieren und eine davon möchte ich hier präsentieren. Dieser Blogeintrag ist damit eine nicht bezahlte Werbung. Ich habe kein Geld von denen bekommen, sonder möchte nur darauf aufmerksam machen.

udemy.com bietet aktuell bis zum 9.1.2020 alle Kurse für nur 9,99 € an. Wenn man bedenkt, dass man normalerweise um die 200,- € für die Kurse zahlt, ist das ein echtes Schnäppchen. udemy, aus you+academy, ist ähnlich wie die Lernplattform skillshare.com, die vielleicht der ein oder andere kennt, eine Plattform für Personen, die Kurse anbieten wollen. Es gibt kein Qualitätssiegel und auch ich kann nicht sagen, welcher Programmierkurs jetzt gut ist, da ich mich dafür extra einschreiben müsste. Dennoch halte ich den Kurs https://www.udemy.com/course/programmieren-lernen-mit-java-ein-kurs-fur-einsteiger/ für sehr vielversprechend, da er sehr schön langsam bei den Grundlagen beginnend alles erklärt. Ein Kurs, den ich damit gerade für Schüler aber der 10. Klasse (bayerischer Lehrplan), für geeignet halte. Auch weil er auf deutsch  und nicht auf englisch ist. Der Kurs selbst geht allerdings deutlich über das Schulniveau hinaus, aber das muss man ja nicht alles machen.

Wer danach noch weitere Anregungen braucht, kann sich ja entweder bei thecodingtrain.com  Anregungen holen oder schaut einfach mal auf meinem Blog nach passenden Aufgaben. Und sollten Schüler von mir mit meinen Aufgaben nicht zurecht kommen, so können sie sich diese  gerne persönlich in der Schule an mich wenden.

Und für die Lehrer unter den Lesern kann ich die Kategorie Projektmanagement sehr empfehlen, da in meinen Augen an Schulen immer noch viel zu wenig „agil“ gedacht wird. Dabei halte ich das für ausgesprochen passend im Schulalltag: sich stetig verändernde Ziele / Lehrpläne und Anforderungen / Kompetenzen. Und auch die Mitarbeiter, Schüler wie Lehrer, fluktuieren ständig. Bei kurzfristigen Projekten kann man zwar noch nach dem Wasserfallmodell vorgehen, aber Schulentwicklung sollte in meinen Augen agil sein. Stichwort Digitalisierung. Aber das jetzt hier auszuführen würde zu weit führen.

Ich wünsche allen noch ein schönes und erfoglreiches 2020.

 

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2 Kommentare

  1. Ein guter Einstieg in die Programmierung ist möglich, wenn man sich ein für sich sinnvolles Projekt sucht, etwas auf ein Minimum eindampft und dann loslegt. Bei Fragen, können Foren, Hackspaces, Freunde weiterhelfen. Details können im Netz oder in Büchern nachgelesen werden.

    Der Forderung nach einer agilen Schule, im Sinne einer agilen Softwareentwicklung, würde ich stark widersprechen. Dies hier auszuführen, würden aber den Rahmen sprengen. ;)

    PS
    Schade, dass ich bei deinem Blog keine neue Kommentare abonnieren kann.

    1. Danke für den Kommentar.
      Deine Anregung für einen Einstieg ist der klassische Weg. Leider erlebe ich es oft, dass bei den Lernern gar kein konkrete Projektidee exisitert. Und wenn, dann können sie diese nicht reduzieren, zumindest nicht ohne Hilfe. Das wäre im übrigen auch etwas für einen sinnvollen Einsatz von Scrum-Elementen, wie zum Beispiel dem Backlog. Man muss ja nicht alle Elemente professionellen Projektmanagements nutzen.
      Die fehlenden Idee waren ürbigens die Ursache für diesen Blog. Ich hoffte, dass SuS Anregungen für überschaubare Projekte bekommen, die passend zu ihrem jeweiligen Stand sind.
      Das du die Kommentare nicht mehr abonnieren kannst, liegt an dem deaktivierten WP-PlugIn. Das hatte ich aus DSGVO-Gründen deaktiviert. Und mich da jetzt genau einzuarbeiten, fehlt mir die Zeit… und die Lust. Es gibt wirklich spannendere Projekte. Z.B. agiles Projektmanagement in Schulen ;)

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