Lehrzeit

Schule & Informatik

Computerräume

Meine Schule wird renoviert. Das komplette Direktorat inklusive Lehrerzimmer und Kollegstufensekretariat sind ausgelagert worden. Sie wurden in fünf bestehende Klassenzimmer verlagert. Auch mein Systembetreuerzimmer und die Räume des Hausmeisters mussten verschoben werden, wobei ein Teil der Materialien jetzt in Containern im Pausenhof steht.

Aber wir bekommen nun auch zwei neue Computerräume, d.h. zwei alte Klassenzimmer werden in Computerräume umgewandelt. Das ist super und eine tolle Möglichkeit Schule mit zu gestalten. Denn wann hat man schon mal die Möglichkeit einen Computerraum neu einzurichten? Dennoch stehe ich nun vor dem Problem:

Wie richtet man heutzutage den Computerraum optimal ein?

Da ich mir nicht sicher bin, wollte ich mal meine drei Entwürfe hier präsentieren. Vielleicht hat ja jemand einen Gedanken, eine Idee, einen Hinweis, einen Wunsch an den ich nicht gedacht habe.

Möglichkeit 1 (momentaner Favorit)

Die 34 Schülercomputer Bildschirm mit angeschraubter WIND-BOX, so dass keine Tower im Weg sind, stehen außen herum. In der Mitte stehen Stühle wie dargestellt. Der Vorteil? Ich erhoffe mir eine bessere Trennung zwischen „Tafelarbeit“ und Computerarbeit, da dieser Raum vor allem für die sechste und siebte Klasse gedacht und die Schüler sich nicht immer so beherrschen können. Es wird getrunken, gegessen. Die Maus als  Kommunikator benutzt, 10-Finger-Schreiben ausprobiert. Und das alles, obwohl die Computer noch nicht mal laufen.

Möglichkeit 2

Die zweite Möglichkeit spiegelt am ehsten auch die aktuelle Situation wieder. Die Schüler sitzen hinter dem Computer, können sich dahinter verstecken und auf den Tastaturen die Tasten vertauschen oder die Bildschirme beschmieren. Aber man kann schneller zwischen Tafelanschrieb und Computer wechseln.

Möglichkeit 3

Die Tische stehen senkrecht zum Pult.

Insgesamt favorisiere ich die erste Möglichkeit, da ich mir folgendes erhoffe:

  1. Räumliche und damit auch gesitige Trennung zwischen Tafel- und Computer-Arbeit
  2. Freier Blick auf die Computerschirme der Schüler
  3. Wenn ich was an der Tafel nochmals erklären muss, müssen sich alle herumdrehen und mit dem Arbeiten am Computer aufhören.
  4. Der Bereich in der Mitte kann freigeräumt werden und auch für andere Unterrichtssituationen und Fächer genutzt werden: Präsentationen in den Seminaren, schulinterne Lehrerfortbildungen, andere Fortbildungen, Theater.

So weit meine Gedanken. Jetzt meine Bitte meine Leser: Wer hat Erfahrungen mit einem der Anordnungen gemacht und auf was sollte man gegebenenfalls achten?

7 Kommentare

  1. Aus meiner Sicht ist ausschließlich Lösung 1 befriedigen (das „U“). In der Mitte würde ich mit 4, 6 oder 8 Tischen eine Insel für analoge Arbeitsphasen bauen. Dann kannst du auch mal die halbe Sitzung mit Blättern arbeiten; so etwas stelle ich mir stressig vor, wenn in der Mitte nur Stühle stehen.

  2. Schön zu hören, dass schon mal ein Kollege auf meiner Seite ist. Das mit den Tischen werde ich anregen. Ich hoffe allerdings, dass sich die Stühle mit Tischchen, wie ich sie vor allem aus dem amerikanischen Colleges kenne, genügen würden. Die könnte man auch in Grüppchen anordnen. Oder gibt es da schon negative Erfahrungen deinerseits?

  3. Die 1. Variante haben wir in unserem Mathe-Computerraum, mit Tischen ohne PC in der Mitte, die 2. im PC-Raum. Die 1. Variante mag ich lieber, da ich alle so beSser im Blick hab und nicht unbedingt ein Net-Op benötige. Die Flexibilität mit den Tischen in der Mitte ist sehr angenehm, da neben den PCs nicht viel Platz zum schreiben ist.

  4. Sollte der Platz ausreichend sein, könnte man je nach Unterrichtsvorhaben eine weitere Möglichkeit in Betracht ziehen, die wir in unserem zuletzt ausgestatteten Computerraum gewählt haben: (bei uns 5) Gruppentische à 4 Plätze. Dieser Raum ist nicht nur für den frontal ausgerichteten Unterricht (dann mit Umdrehen zu Tafel für die meisten S, also die von Dir intendierte Trennung vom Rechner und Fokussierung auf z. B. Vorführung per Beamer), sondern vor allem auch für selbständige Arbeit in Gruppen nutzbar.

    Letzteres habe ich zunächst skeptisch gesehen, weil ich die Monitore im Weg wähnte, doch zeigt die Praxis, dass nicht zu große Flachbildschirme (die von den S auch passend gedreht werden, um sich gegenseitig etwas zu zeigen etc.) tatsächlich Kommunikation zulassen.

  5. Bei uns an der Schule (ich bin erst seit Anfang November als Referendarin dort) stehen die Tische auch in einem U – im Moment allerdings noch so, dass die Schüler außen sitzen. Ich finde das sehr ungeeignet, denn so können sie tatsächlich ständig an Tastatur und Mäusen rumspielen, wenn etwas besprochen wird. Sogar eine Bildschirmsperre durch den Lehrer ist in Arbeitsphasen ohne Computereinsatz relativ sinnlos (zumindest bei den älteren Schülern), weil sie schon rausgefunden haben, dass ein simples Ab- und wieder Anmelden reicht, um die Sperre aufzuheben. Deshalb werden wir in den Weihnachtsferien auch eine Umbauaktion starten und auf die Variante 1 umsatteln. Ich werde auch anregen, ein paar Tische in die Mitte zu stellen, wobei die Räume bei uns da wahrscheinlich zu klein für sind.

  6. Mir gefällt auch Version 1 am besten – dagegen spricht nur, dass man vielleicht doch mehr Arbeitslplätze braucht., als man so unterbringen kann. Wir haben eine Variante davon, die dann doch wieder die Mitte mit Tischen (längs, wie in 3) vollgestellt hat. Macht die gute Absicht zunichte.

  7. So wie es also aussieht, ist die erste Variante wohl die allgemein favorisierte. Wenn gleich nicht ganz mangelfrei. Aber welche ist das schon.

    Die Gruppenarbeitsplätze/-tische hatte ich mir eventuell für den zweiten Raum aufgehoben. Dort gibt es nur 17 Plätze, da immer zwei Schüler als Gruppe zusammenarbeiten sollen. Wenn ich aber Arbeitsinseln mache, kann ich dann die Tische beseite räumen, oder sind die Inseln festmontiert?

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