Informatikaufgabe 47

Das Projekt “Funktionales Programmieren mit Java” in der neunten Jahrgangsstufe ist nun beendet. Mit Erfolg – größtenteils. Denn im Abschlussprojekt taten sich dann dich viele schwer. Ob das daran lag, dass es nach den Weihnachtsferien begann und die Schüler wieder vieles vergessen hatten. Oder weil Programmieren doch einfach richtig schwierig ist, ich weiß es nicht.

Beim nächsten Mal werde ich auf alle Fälle konsequenter Java von Anfang an einbeziehen, um so den letzten Punkt wenigstens auszuschließen.

Aufgabe

Setze Datenfluss-Diagramm zur Berechnung des Alkoholgehalts in einem Tabellenkalkulationprogramm um.

Informiere mich dich im Internet über die Wirkung des Alkoholgehalts im Blut auf den Menschen, so dass mit Hilfe einer bedingten Formatierung dem Benutzer angezeigt wird, ob er noch fahren darf.

Realisiere abschließend das Projekt in Java, allerdings ohne die Oberfläche und die abschließende Interpretation des Promillegehalts.

Die Umsetzung in Java könnte dann so aussehen:

public class Alkometer {
    public void alkoholtest(int menge, 
                            double prozent, 
                            boolean weiblich, 
                            double koerpergewicht) {
        System.out.println(
            promille(alkoholmenge(menge,prozent),
                     relMasse(wenn(weiblich,0.6,0.7),
                     koerpergewicht)));    
    }

    //Berechnen der Promillezahl
    private double promille(double alkoholmenge, double relMasse) {
        return alkoholmenge/relMasse;
    }

    //Berechnen der aufgenommenen Alkoholmenge
    private double alkoholmenge(int fluessikeit, double prozent) {
        return 0.8*fluessikeit*prozent;
    }

    //relative Masse der Person
    private double relMasse(double faktor, double masse) {
        return faktor*masse;
    }

    //Hilfsfunktion
    private double wenn(boolean bedingung, double wert1, double wert2) {
        return bedingung ? wert1 : wert2;
    }
}

Textmarker – funktionieren nicht!

Beim heutigen Studium der FAZ am Sonntag habe ich einen Artikel gefunden, den ich auch schon in einem anderen Blog gefunden habe: Texte mit Textmarkern zu bearbeiten, hat keinen Lerneffekt.Aber auch das bulimische Hineinstopfen von Wissen kurz vor Prüfungen bringt nichts. Zumindest nicht langfristig.

Letzteres wusste ich zwar auch, aber ersteres noch nicht. Bei mir hat es nie funktioniert und ich habe nicht verstanden warum. Das weiß ich zwar jetzt auch nicht, aber nun weiß ich auch, dass ich nicht alleine damit war.

Ach ja, statt Textmarkern empfehle ich das Erstellen von großflächigen MindMaps mit vielen Bildern und Beispielen. Denn das Problem beim Markieren ist das Verlieren der Zusammenhänge, da man nur noch das Hervorgehobene sieht. Dem wird beim Erstellen von MindMaps entgegen gearbeitet. Und außerdem machen sie noch Spaß beim Erstellen. Und die MindMaps sollten nicht mit irgendeinem Programm gemacht werden, sondern mit der Hand. Es bleibt mehr Hängen, man hat keine Probleme, weil das Programm nicht das macht, was es soll und man ist freier in der Gestaltung.

Handy-Dokumentenkamera

Heute habe ich über eine Anzeige von dem Produkt 4D Anatomy der Firma Daqri erfahren.

Eine tolle und wirkliche spannende App – vor allem auch, weil die App nichts kostet und für iOS und Android verfügbar ist. Meine Vorstellung des Einsatzes sähe dann wie folgt aus: Man druckt das benötigte Papier mit einer Länge von 2m aus und legt es auf einen Tisch oder Boden. Dann legt sich ein Schüler auf den entsprechenden Bereich und man kann dann ganz Science-Fiction-mäßig den Schüler durchleuchten.

Allerdings gab es vom Bio-Fachbetreuer gleich den Einwand, dass es ja nun wenig bringt, wenn die anderen Schülern nichts von all dem über den Beamer mitverfolgen können. Damit sind wir beim eigentlichen Problem: Wie bekommt man als Lehrer oder auch Schüler das Bild vom Handy live auf den Beamer? Gerade im Zuge der Urheberschaftsproblematik wäre es schön, wenn man einfach mal kurz eine Seite aus einem Buch zeigen möchte.

Zunächst aber mal eine einfachere Lösung. Die Firma demolux bietet eine Komplett-Lösung aus Beamer und Dokumentenkamera an, die ohne Computer auskommt. Allerdings kostet diese Lösung auch 1400,- Euro. Wenn man aber bedenkt, dass ein ordentlicher Beamer ungefähr 800,- Euro kostet und eine Dokumentenkamera 400,- Euro, dann relativiert sich der Preis wieder.

Allerdings habe ich dann das eigentliche Problem noch nicht gelöst. Ich kann immer noch nicht meine Handykamera auf den Beamer streamen. Das hat aber ein Kollege von mir gelöst, dessen Anleitung ich hier mal darstelle.

Vorraussetzung

Win7 und Android-Handy

Lösung 1

Es steht ein WLAN zur Verfügung

  1. Kostenlose App “IP Webcam” auf dem Android-Gerät installieren.
  2. App konfigurieren/starten und IP (wird auf dem Handydisplay angezeigt) des Webcam-Servers im Browser eingeben. Z.B. 192.168.3.13:8080
  3. Aus den Optionen der Startseite am besten “Use browser built-in viewer (not supported by some browsers)” auswählen und die Kamerasteuerungsoptionen “Open camera controls” auswählen. Hier kann ich den Autofocus einstellen, die Blitz-LED des Handys als Lichtquelle zuschalten, usw.
  4. Vollbildmodus mittels Klick auf “Fullscreen view” einstellen, fertig.

Lösung 2

Rechner erzeugt selbst ein WLAN mittels virtualisierten Hotspot. Das Handy muss sich dann mit dem mit diesem WLAN verbinden.

  1. Kostenlose App “IP Webcam” auf dem Android-Gerät installieren.
  2. Virtuellen Hotspot auf Win7 mittels “Virtual Router Manager” einrichten. Die Software dazu gibt es hier.
  3. Android-Handy mit dem virtuellen Hotspot verbinden
  4. Ab hier wieder wie im obigen Fall.

Ob das ganze auch wirklich funktioniert – ich nehme es an. Es liest sich für mich nachvollziehbar. Leider haben wir an unserer Schule noch mehrheitlich XP am Laufen und kein WLAN. Ich habe allerdings immer ein iPhone und MacBook dabei und zusammen mit der Software Airbeam für iOS und OSX kann ich mein Kamerabild auf das MacBook übertragen. Das MacBook ist dann an der digitalen Tafel angeschlossen.

Gleich schon mal eine kleine Ergänzung:

Mit AirBeam auf einem iPhone und einem XP-Computer, der per Ethernet verbunden ist und einem AccessPoint fürs Handy geht es schon mal. Jetzt muss ich nur noch irgendwie den AccessPoint umgehen bzw. vom Computer halt ein WLAN aufbauen lassen. Wenn es ein Laptop wäre sicher weniger ein Problem als bei einem alten XP-Tower.

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