Linktipps 16.4.2012

Evernote und Unterricht

Viele von uns bloggenden, twitternden, facebookenden Lehrern (aber auch die Lehrer, die all das nicht tun) versuchen ohne Papierkram den Unterricht vorzubereiten und den Alltag zu gestalten. Je nach eigener Kompetenz und vorhandener Technik klappt das mehr oder weniger. Während ich viel mit Folie und Blättern arbeite, die ich dann einscanne und eventuell bei Evernote oä. lagere macht Felix Schaumburg das noch digitaler.

Whiteboards und iPads im Unterricht

Beim Lehrerfreund ist eine interessante Diskussion über die Vor- und Nachteile von iPads

und IWBs am Laufen.

Vielleicht einfach mal reinschauen. Ich selbst denke, dass das IWB nicht mehr wegzudenken ist. In 10 Jahren hat jeder Schule in jedem Klassenzimmer eines stehen. Und die Schüler werden viel mit einem digitalen Gerät arbeiten. Ob es nun ein iPad oder ein Smartphone oder ein Galaxy Note oder … sein wird, das kann man von heute aus noch nicht beurteilen. Aber zumindest die Zeit der analogen Schulbücher nähert sich dem Ende.

Prezi im Unterricht

Es gibt kaum eine Software, die ich so wenig mag wie Powerpoint (Shuttleabsturz, Edward Tufte). Daher war auch durch Prezi richtig angetan. Und inzwischen nutzen auch Schüler Prezi und ich empfinde es durchaus als vorteilhaft. Mehr als Lehrer oder Schüler mehr darüber wissen möchte, kann mal bei cybraryman.com vorbeischauen.

Und mal wieder Twitter

So langsam werde ich warm mit Twitter, schicke auch mal was spontan vom Handy aus und benutze hashtags. Beim Verständnis geholfen hat mir Jessica Hische. Wer also gerade anfängt, der sollte den Artikel mal lesen. Der genaue Mehrwert muss zwar noch erarbeitet werde, vor allem in Abgrenzung zu einem Blog, aber das wird schon noch. Im Moment finde ich die Idee, das meine Tweets auch auf meinem Blog auftauchen, ganz witzig.

Und nach dem ich mit den Hashtags ein wenig kämpfe (welche gibt es?, wie kann ich Listen nach hashtags generieren?) habe ich dazu noch einen Tipp bei web20classroom gefunden. Übrigens ein sehr interessanter Blog.

Zaubern

Auf einer meiner letzten Fortbildungen habe ich ein paar grundlegende Zauberideen für den Unterricht kennengelernt. Noch kann ich sie nicht alle, das ein oder andere habe ich auch schon vergessen, aber Zaubern ist einfach toll. Egal wie alt man ist, man muss einfach hinschauen. Und darum geht es doch auch im Unterricht. Im Grunde wollen wir doch die Schüler auch irgendwo mit Hilfe unseres Fachs verzaubern, oder? Wer mehr über das Zaubern im Unterricht wissen möchte, kann mal bei Computer Science for Fun cs4f nachlesen.

Wer sich nur mal verzaubern lassen will, auch gut:

Digitale Medien und Schule

Auch wenn der Artikel von playducation schon älter ist, er trifft es – leider. Hier die für mich wichtigsten Zitate, die im Übrigen alle durch ein Interview von Lisa Rosa durch Basti Hirsch entstanden sind:

For the education system to arrive in the digital world it’s not enough to introduce digital tools and then use them the same way you’ve been using books and paper. (…)

 

A classroom with an interactive whiteboard doesn’t differ much from one with a blackboard. The teacher stays upfront and in the focus, with all students looking forward, instead of communicating with each other or learning individually. You can’t create digital-age learning settings by simply putting an interactive whiteboard into the same-old classroom.

Aber genau das passiert. Bevor man sich Gedanken macht, wie man eine solche Tafel einsetzen kann, kommt der Gedanke “Kann ich immer noch meinen gewohnten Unterricht machen?”. Und warum? Zum Teil auch, weil Lehrer nur wenig Zeit haben einfach mal etwas auszuprobieren und mit einem solchen Medium zu spielen und mit ihm warm zu werden. Stattdessen muss korrigiert, kopiert und vorbereitet werden, Vertretungsstunden müssen gehalten werden, Noten an verschiedenen Stellen eingetragen werden, Elterngespräche geführt werden und ab und zu muss man auch einfach mal nur Pause machen.

Aber wie wäre es, wenn eine digitale Tafel im Lehrerzimmer stehen würde. Man könnte andere beim Vorbereiten am Whiteboard beobachten, neue Ideen bekommen oder einfach mal nur nachmachen, was der Vorgänger gemacht hat.

Wie stellt sich nun Lisa Rosa ein modernes Lernen und Arbeiten vor:

I think the best paedagogic use of digital tools in school is the same way they’re being used in society: As an interactive information and communication medium. For the first time in paedagogic history we have such simple ways of organizing the most important aspects of learning, namely internalization, externalization, individualization and collaboration. Good practice for me is to use blogging for the collaborative collection of material, to discuss problems and to show results. They pretty works in all subjects, I’ve even seen a successful implementation in sports.

Wobei ich die Wörter “such simple ways” nicht so gelten lassen kann. Denn “einfach” sind die Neuen Medien weiß Gott nicht zu benutzen. Weder für Schüler, die lieber bei Facebook bleiben als auch mal moodle zu benutzen. Oder Lehrer, die lieber bei Emails bleiben, als auch mal zu facebook, google+ oder moodle zu gehen und zum Beispiel dort eine Gruppe (Fachschaft Physik der Schule XYZ, Mathematik in der Oberstufe) zu eröffnen und dort mit Schülern, Lehrern und Eltern zu kommunizieren.

Damit eine echte Kommunikation, die eigentlich auch alle haben wollen, so mein Eindruck, müssen sich zuerst alle drei Seiten wieder mehr respektieren. Die Schüler erleben Lehrer als interessiert an Neuen Medien und respektieren ihr Fachwissen und -können. Die Eltern erkennen die Leistung und Arbeit der Lehrer und Schule an. Die Lehrer erkennen die Leistung der Eltern an, aber auch die der Schüler. Denn ein Referat aus wikipedia zusammen zu kopieren, ist manchmal auch nur ein Zeichen von Hilflosigkeit.

Denn im Grunde wollen wir doch alle das Gleiche – weiterkommen, wachsen, was Neues entdecken, Selbstwirksamkeit erleben, anerkannt werden und respektiert werden für das was wir tun und sind.

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