Nicht nur meine Schüler haben es mit dem Lernen schwer – auch ich. Nach einer mehr oder weniger freiwilligen Ukulele-Spielpause im Sommer musste ich in den letzten Tagen feststellen, dass ich auf einem Lernplateau festhänge. Jeder Sportler weiß genau, was ich meine: Trainings- und Übungstage an denen einfach nichts vorangeht. Man wird nicht besser, schneller, stärker oder sonstwas, es bleibt einfach so wie es vorher war – und das obwohl man sich sonst wie quält. Wenn man dann denkt, dass das Training damit sowieso hinfällig ist und man es einfach ausfallen lässt, merkt man allerdings recht schnell, dass es doch nicht sinnlos ist. Die Talfahrt in Bezug auf die Leistung geht schneller als man denkt.

Um solche Plateaus zu überwinden gibt es meiner Erfahrung aus dem Sport nach nur eine Möglichkeiten: Anders trainieren – nicht mehr.

Im Fall der Ukulele bedeutet das konkret, dass ich mich in den letzten Wochen intensiver mit der Gitarre auseinandergesetzt habe und damit mal was anderes gemacht habe. Das Ergebnis: Wenn jemand den F-Griff im Barree sicher auf der Gitarre greifen kann, dann hat er mit irgendwelchen Barree-Griffen auf der Ukulele keine Probleme mehr – Trainingsziel erreicht. Insgesamt hat sich meine Griffstärke und -technik dadurch schon mal verbessert.

Nächster Schritt wäre nun das Wegkommen vom reinen begleitenden Lagerfeuerspielen zum Melodiespiel. Dieser Schritt gestaltet sich allerdings deutlich schwieriger als gedacht. Viele Melodien sind nur als Tabulatur verfügbar oder nur mit begeleitenden Akkorden, die Länge der einzelnen Noten ist in der Tabulatur nur schwer zu erkennen oder ich bekomme die gewünschten Griffe nicht hin, weil ich meine Finger nicht über fünf Bünde vor und wieder zurück verbiegen kann.

Was macht man also – man googelt nach Workouts für Gitarre und Ukulele. Dabei bin ich  auf die tolle Seite von Ted Fong gestoßen. Ted hat eine schöne Mischung von Übungen und Theorie, so dass ich hoffen kann, dass es bei mir auch noch mal weiter geht. Und ich nicht nur Mad World spielen muss. Mal schauen, suchen, üben und hoffen. Der nächste weltweite Ukulele-Tag kommt bestimmt – im Februar.