Lehrzeit

Schule & Informatik

Pokemon GO (Teil 2)

Nachdem ich nun ein paar Tage weitergespielt habe, muss ich ehrlich gestehen, dass mir das Spiel echt Spaß macht. Dies hat mehrere Gründe:

  • Ich muss real durch die Gegend laufen, dass macht mir in den meisten Spielen keinen Spaß,
    weil ich für virtuellen Welten irgendwie kein Händchen habe. Ich möchte da immer
    irgendwo hin laufen, wo ich aber nicht hin darf.
  • Meine Spielfigur steigt nachvollziehbar in den Leveln höher.
  • Ich kann mit meinem Sohn durch die Gegend laufen, was sowohl ihm als auch mir
    viel Spaß macht.

Aber es gibt auch Dinge, die mir so richtig auf die Nerven gehen:

  • Durch die fehlende Anleitung habe ich noch nicht verstanden, wie man in den Arenen kämpft. Außer das meine Figuren den Bach runter gehen, passiert da überhaupt nichts.
  • Das Leveln der Figuren erschließt sich mir auch überhaupt nicht. Soll man das machen oder nicht? Was habe ich davon etc.
  • Wie finde ich die verschiedenen Pokemons? Ich sehe immer Blätter rascheln oder es werden mir welche in der Umgebung angezeigt, aber wie nutze ich das aus?
  • Was ist die eigentliche Spielaufgabe? Kämpfe gewinnen? Pokemons sammeln?
  • Und dann diese andauernden Serverprobleme…. Ich weiß nicht, wie oft ich das Spiel schon neu starten muss, damit ich weiter suchen kann. Das führt dann auch dazu, dass ich nach 10km laut GPS-Uhr erst 7km bei meinen diversen Ei-Ausbrütern geschafft habe.

Na ja, ich werde mir da wohl von meinen Schülern ein wenig Nachhilfe geben lassen und dann
wird sich das ein oder anderen Problem erledigt haben.

Auf alle Fälle werde ich das Spiel als Aufhänger für meine kommende 10. Klasse übernehmen. Die Aufgabe ist dann eine reine Modellierungsaufgabe und sieht dann wie bei Informatikaufgabe 86 beschrieben aus.

Ergänzung: Aus aktuellem Anlass (Kommentar beim 1. Teil) möchte nochmals explizit auf die miserablen Datenschutzbestimmung des Spiels aufmerksam machen, die man kuketz-blog.de detailliert nachlesen kann.

Programmieraufgabe 86

Als Einstieg in die 10. Klasse und das Modellieren ließe sich das Pokemon GO-Spiel als bekanntes bzw. gut zu googlendes Beispiel nehmen:

Aufgabe

Schreibe für alle wichtigen Elemente des Spiels Pokemon GO eine Klassenkarte mit allen wichtigen Attributen und Methoden. Gib dann auch eine Objektkarte (mit Attributwerten, aber ohne Methoden an.)

Als kleine Hilfstellung habe ich hier noch ein paar mögliche Klassen:

  • Der Spiel selbst
  • Die Pokemons
  • Die Items
  • Der Behälter für die Sachen, die der Spieler findet (Ist begrenzt und kann daher als Array umgesetzt werden!)
  • Die Pokestops
  • Die Arenen
  • …..

Als Anregung für eine Objektkarte habe ich folgende Infos zum Lockstoff (Weih)Rauch (engl. incence) an einem Pokestop benutzt hat:

    Item {
        UniqueId: 401
        ItemType: ITEM_TYPE_INCENSE
        Category: ITEM_CATEGORY_INCENSE
        Incense {
             IncenseLifetimeSeconds: 1800
             StandingTimeBetweenEncountersSec: 300
             MovingTimeBetweenEncounterSec: 60
             DistanceRequiredForShorterIntervalMeters: 200
        }
    }

Welches Verhalten wäre damit an so einem Pokestop vorteilhaft?

Upcyling

Vergangene Woche war ich Teil des Jurorteams beim Upcycling-Wettbewerb des „Netzwerk MINTmacher von IRMA (Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V.)“ an der THI Ingolstadt.

Wahrscheinlich kennt jeder von uns die Geldbörse aus alten Feuerwehrschläuchen oder Fahrradschläuchen und die Schultaschen aus alten Sportmatten. Genau das macht den Unterschied zum Recyclen aus. Es wird nicht das gleiche produziert, also beispielsweise neues Papier aus Altpapier, sondern es entsteht etwas höher-wertiges, eben up-cycling.

Das das gar nicht nicht so einfach ist, konnte man an den eingereichten Gegenstände sehen, die man sich im Übrigen bis 21.7.2016 noch in der Aula der THI Ingolstadt anschauen. Viele der eingereichten Arbeiten, die nach Altersgruppe bewertet wurden, waren ausgesprochen künstlerisch gestalten. Es wurden Halsketten aus Nespressokapseln hergestellt, alte Schallplatten zu Schalen geformt, Lampen aus Brillengläsern gestaltet und Schmuck aus Lautsprecherdraht geflochten. Eher praktisch oriientiert waren da Pinnwände aus Korken, tragbare Grills aus alten Metallkanistern oder Sitzelemente aus Tennisbällen und Trampolingestellen.

Und genau dies, Kunst gegen Praxis, stellte uns am Anfang vor die grundlegende Frage: Ist Kunst Upcycling?Ist eine sehr gut gemachte Collage aus alten Fernbedienungen ein Upcycling oder „nur“ schön? So richtig geeinigt haben wir uns nicht, aber da die Jury gut gemischt war und jedes Mitglied andere Schwerpunkte setzte wurde dennoch alles gleichwertig berücksicht.

Und als Anregung für diesen Wettbewerb im kommenden Jahr, hier noch die Gewinner:

  • Kategorie „GrundschülerInnen“: Multifunktioneller Kronkorken-Vorhang
  • Kategorie „SchülerInnen der Klassen 5 – 9“: Fuß-Abstreifer aus Kronkorken
  • Kategorie „SchülerInnen ab Klasse 10 und Auszubildende“: Papierkorb aus Altpapier
  • Kategorie „Studierende und Erwachsene“: Massage-Sessel aus Tennisbällen

Bilder der Arbeiten gibt es auf der zugehörigen Upcycling Hompage und beim Donau-Kurier.

Auffallend fanden wir Jurymitglied übrigens, dass die Grundschüler (vielleicht auch nur ihre Lehrer) und jungen Schüler kreativer und einfallsreicher waren, als die älteren Teilnehmer. Die Anzahl der Einreichung bei der Gruppe der „Schülern ab Klasse 10 und Auszubildenen“ war wenig überraschend am geringsten.

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