Linktipps 18.2.2012

ManyCam

Jakob stellte auf seinem Blog ein Problem mit der integrierten Kamera seines Laptops vor, die unter Win7 auf einmal nicht mehr richtig ging. Die Lösung war das kleine Programm ManyCam mit dem man nicht nur solche Probleme lösen kann, sondern auch witziges Hintergünde einblenden kann. Und da die Software nichts kostet und sowohl für Win als auch OSX zur Verfügung steht….vielleicht einfach mal ausprobieren.

Richtiges Präsentieren

Manchmal ist es schon schwierig, den Schüler klar zu machen, wie gute Präsenatationen aussehen. Meistens lasse ich welche zum schönsten Ferienerlebnis erstellen, lasse diese dann präsentieren und schreibe dann nur das Positive auf (“Wer einen Fehler oder etwas Schlechtes gesehen hat, der formuliert das einfach umgekehrt. Aus ‘War zu leise! Zu viele Bilder!’ wird so ‘Laut sprechen! Wenige Bilder’ “). Wer dann noch ein Positiv-Beispielen und weiteren Tipps interessiert ist kann hier bzw. hier weiterlesen / -klicken. Ganz interessant finde dabei den Vergleich zwischen Steve Jobs und Bill Gates. Da braucht man dann auch nicht mehr zu zu sagen.

Unsinniger Donnerstag

Heute ist bei uns Unsinniger Donnerstag. Das heißt die Schüler kommen mehr oder wenig verkleidet und das auch noch mehr oder wenig originell. Manche bringen Sprühfarbe für die Haare mit und versuchen damit die Haare der anderen zu besprühen. Das führt dann im Allgemeinen dazu, dass die Farben abgenommen werden und um Theaterfundus der Schule landen.

Zu Beginn meiner Unterrichtszeit gab es dann auch noch Spiele der Kinder mit den Lehrern. Man musste Aufgaben lösen, sich verkleiden und schminken lassen (auch ich!) und andere Alberheiten mitmachen. In der sechsten Stunde wurde dann mit der Klasse zusammen Pizza gegessen und am Nachmittag war dann noch Unterstufenfasching. Irgendwie fand ich es damals schön aber auch nervig, inzwischen finde ich es fast schade, dass, abgesehen vom Unterstufenfasching, nichts mehr passiert.

So hatte ich heute Vertretung in einer meiner sechsten Klassen, die ich sonst im Informatikunterricht habe – denn dann kann ich ja im Stoff weitermachen. Außer man hat Vertretung im normalen Klassenzimmer. Dann geht das natürlich nicht.

Mit den schlimmsten Befürchtungen an frühere Zeiten machte ich mich auf den Weg in den zweiten Stock und fand ein total ausgeglichenen, ungeschminkte (bis auf eine Ausnahme) Klasse vor, die einen Arbeitsauftrag in Mathematik zu lösen hatte.

Goooottttt, wie laaaaannnnngweiiiiiiiillllliiiiiiiiiiig.

Zum Glück hatte ich vorgesorgt und mir was zum Basteln mitgenommen. So saß ich also da und bastelte mir einen Moodbear.In Zukunft soll er der Klasse verdeutlichen wie es um mich steht. Obwohl ich nicht glaube, dass ich so etwas brauche. Ich habe nach Aussagen meiner Kollegen und Schüler eine sehr sprechende Mimik.

Informatikaufgabe 22

Mustererkennung ist heutzutage mit eine der wichigsten Aufgaben in der Informatik. Daher mal eine Aufgabe aus diesem Themenbereich.

Aufgabe

“Ein Musikstück ist ein Plagiat, wenn sieben auf einanderfolgende Noten identisch sind.” So oder so ähnlich lässt sich eine Bedingung der Musikindustrie formulieren. Implementiere daher eine Funktion die prüft, ob ein eingegebenes Lied ein Plagiat des Liedes “Alle meine Entchen” ist.

Der Einfachheithalber sollte man sich vielleicht auf eine Oktave beschränken, so dass “Alle meine Entchen” eventuell so codiert werden könnte:

C-D  -E-    F-  G-   G-      A-            A-    A-     A-   G…..

A-lle-mei-ne-Ent-chen-schwim-men-auf….

Eventuell könnte man noch die Oktave dazu notieren und damit komplexere Lieder prüfen.

Ein eingegebener String von Noten “cdeefgededc” wird dann schrittweise in Chunks der Länge 7 zerlegt (Mathefrage: Wie viele Möglichkeiten gibt es, wenn z.B. 60 Noten eingegeben wurden?) und schrittweise vergleichen.

Die ganze Aufgabe lässt sich jetzt noch beliebig erweitern:

  1. Eine Datenbank mit verschiedenen Liedern mit einbinden
  2. Begleitakkorde, die lassen sich einfacher im Internet finden, anstelle von Noten nehmen.
  3. Mustererkennungsalgorithmen auf Laufzeiten untersuchen. Denn der obige Ansatz ist beileibe nicht der beste.

Linktipps 11.2.2012

Nachdem der Ukulele-Stress nun ein wenig hinter mir liegt, kann ich mich auch mal wieder anderen Dingen widmen. Dabei bin ich auf die Idee gekommen, eine neue Serie ins Leben zu rufen:

Link-Tipps

Warum ausgerechnet Link-Tipps? Na ja, ich stöbere gern und viel im Internet und finde dort das ein oder andere, was ich ganz gelungen finde und denke: “Hey, das könnte andere auch interessieren.” Und bevor ich jetzt versuche alles irgendwie umzuschreiben, werde ich einfach die Internetseite verlinken und kurz beschreiben, warum ich diesen Link für gut halte.

Die Tipps werde ich wohl immer Samstags veröffentlichen, weil man da vielleicht am meisten Zeit zum Lesen hat.

Programmieren lernen

Immer wieder kommt die Fragen: “Wie kann ich selbst programmieren lernen.” Meist von Schülern, die noch nicht in der zehnten Jahrgangsstufe sind, aber schon richtig programmieren wollen. Eine Zusammenstellung von frei zugänglichen Webresource findet sich bei thenextweb.com.

Bloom Taxonomie

Zum Festlegen von Lernzielen lässt sich die Bloom Taxonomie zu Hilfe nehmen. Bei byrdseed.com lässt sich das ausprobieren. Herauskommen können da beispielsweise solche Sätze:

Students will sketch the origin of mathematic using articles to create a powerpoint in groups of two.

Schule

Schule muss auch anderes gehen. Nicht nur Klassenzimmer und Stoff durchpeitschen und schauen, dass der Schnitt immer schön um die 3,5 liegt.

Das dachten sich auch die Initiatoren bei newclassroom. Hier wird an Beispielschulen versucht eine neue Idee umzusetzen: Weg vom starren “Alles hört auf mein Kommando”. Denn egal, ob es nun Frontal-, Gruppen-, Projektunterricht ist, immer gibt doch eigentlich der Lehrer vor, was, wann, wie bearbeitet werden muss.

Spontan hatte ich übrigens die Assoziation mit der Bielefelder Laborschule. Die soll wohl ähnlich laufen.

Sogar Alsmann spielt Ukulele

In der gestrigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung wird geschrieben, wie Götz Alsmann seine Antrittsrede mit der Ukulele untermalte.

Das ist zwar nicht der Auftritt, aber ein älterer Auftritt Alsmanns mit Willi Astor:

Beim Surfen nach dem Auftritts Alsmanns an der Uni Münster bin ich dann noch auf diesen Beitrag gestoßen:

Vielleicht sollte ich mal ins Rhein-Main-Gebiet fahren – aber ohne den Geldbeutel! Nur mal so zum gucken ;)

Ist die Schreibschrift doch tot?

Nur solange sie “an der Spitze eines Stiftes” enstehen muss. Dies meint Peter Praschl in der heutigen Ausgabe des sz-magazins der Süddeutschen Zeitung.

Und wahrscheinlich hat er Recht. Ich werde es zwar vermissen, schöne, alte handgeschriebene Briefe, Tagebücher, Hefte und Postkarten auf Flohmärkten zu finden, aber die Zukunft wird wohl digital sein. Zwar auch wieder handschriftlich auf iPads und ähnlichem, aber eben ohne das charakteristische Kratzen der Feder über das Papier – wobei, das gibt es heute sowieso kaum noch.Dennoch werde ich es ebenso vermissen wie das Aufjaulen eines Benzinmotors, wenn nur noch Elektroautos mit Sounderzeugung rumfahren werden.

Stattdessen werden wir mit alten Dateiformaten kämpfen, unübersichtlichen Datenmengen, aus Versehen gelöschte Festplatten, wenn es diese dann noch gibt. Und alte Schreibereien wird es dann auch nicht mehr geben. Bei einer Haltbarkeit von ungefähr 15 Jahren bei einer CD könnte ich als Junglehrer der Zukunft, dann nicht mal auf meine eigenen alten Materialien zurückgreifen. Nichts wird mehr dauerhaft sein, außer man hat es “aus Versehen” irgendwo im Internet hinterlassen, so wie diesen Beitrag, den ich wohl auch nicht mehr verschwinden lassen könnte. Vielleicht aber auch ganz nett. Da kann man dann als Großvater auf der Veranda sitzen, sein iPad in der Version 17 auf dem Schoß und sich über die eigenen Texte amüsieren.

Informatikaufgabe 21

In der zehnten Klasse ist zum ersten Mal das Thema Zustandsautomaten bzw. -diagramme dran. Wie wahrscheinlich die meisten anderen Informatiklehrer verweist man dann auf Automaten, die verschiedene Zustände durchlaufen und die die Schüler kennen: Geldautomat, Fahrkartenautomat, Getränkeautomat, Telefon etc.

Aber es gibt soviel lustigere oder spannendere oder interessantere Maschinen als die üblichen:

Aufgabe

Erstelle ein Zustandsdiagramm, dass den Ablauf der dargestellten Maschine widergibt.Vielleicht kennt ja noch jemand ein Video ein vielleicht noch spannenderen, lustigeren Maschine.

Fit for life

Bei uns soll es die Aktion Fit-For-Life in der Schule geben. Dabei sollen unterschiedliche Aktionen laufen. Sowohl für Schüler als auch Lehrer und Eltern: Work-Life-Balance, Hypnose, Lerntechniken, richtige Ernährung, Yoga,… etc etc.

Yoga bringt mich da aber auf einen anderen Gedanken. Spontan denke ich an – Jake Shimabukuro, meinem Ukulele-Vorbild, der meinte, dass Ukulele zu spielen genauso gut sei wie Yoga – oder so ähnlich. Und er hat recht! Einfach mal versuchen ab Zeit 2:15!