Programmieraufgabe 52

In meine elften Klasse sind gerade die Programmierprojekte am Laufen. Es werden in verschiedenen Sprachen sehr unterschiedliche Projekte umgesetzt. Mal alleine, mal zu viert. Eine Schülerin kämpft sich gerade durch das folgende Projekt, das ich hier als Anregung mal als Aufgabe zur Verfügung stellen möchte:

Aufgabe

Schreibe ein Programm, dass die aktuelle (System)-Zeit in Worten ausgibt. Aus 11:25 soll “Fünf vor halb Zwölf” werden, aus 7:03 wird “Kurz nach Sieben” usw.

Dabei sollte man darauf achten, dass man die benutzen Wörter irgendwie so speichert, dass sie schnell durch Wörter in anderen Sprachen vielleicht ersetzt werden könnten. Das macht die Sache vielleicht spannender und witziger. So hätte man dann eine bayrische Variante, eine friesische, hochdeutsche, französische, englische,…. Wobei es bei den “echten” Fremdsprachen natürlich komplexer wird, weil die Satzstellung natürlich nicht genau übernommen werden kann.

Ach ja, der Ansatz, jeder Uhrzeit einen Satz zuzuordnen ist natürlich möglich, aber nicht Sinn der Sache. Es geht eher um eine Interpretation der Uhrzeit und eine entsprechende Konvertierung. Ich werde daher dieses Projekt im kommenden Jahr dazu nehmen mit dem Thema “Sprachen und endliche Automaten” anzufangen.

Abitur 2013 ist endlich zu Ende

So, die letzten mündlichen Prüfungen sind rum und alle meine Schützlinge habe ihr Abitur. Auch wenn Sie vielleicht bei mir sich nicht in der mündlichen Nachprüfung verbessert haben, so haben sie doch ihr Abitur bestanden. Dazu gratuliere ich allen!

Und wie jedesmal, wenn sich ein Schüler mit dem Abitur in der Hand verabschieden, denke ich an meine Zeit zurück. Wie ich damals so war, was ich so vor hatte…auf alle Fälle nie wieder Schule! … und dann bin ich doch Lehrer geworden. Wie wird es wohl meinen Schülern ergehen? Manche treffen ich dann im Zug auf der Fahrt zur Uni, oder komme ins Gespräch mit Eltern, weil noch jüngere Geschwister in der Schule sind.

Manche meinen dann, dass sie erst jetzt verstehen, warum ich so unterrichtet habe, wie ich es getan habe und es im Nachhinein gut fanden. Andere denken immer noch an den “Folgefehler” als besten Freund des Schülers bei Mathe-Schulaufgaben. Und wieder andere denken mit ein wenig Wehmut vielleicht an die Schulzeit, wenn der Professor den Informatikstoff der elften und zwölften Klasse mal kurz in 4 Wochen durchzieht und in dem Tempo dann auch den neuen Stoff präsentiert.

Da ist man manchmal neidisch darauf, dass für sie noch alles neu und spannend ist, sie ihr Leben noch gestalten können, ihm diese ohne jene komplett unterschiedlich Richtung geben können (Surflehrer oder Jurastudium), während unser einer sein Leben nur noch um Nuancen verändern kann.

Auf der anderen Seite tut diese langweilige Kontinuität auch gut und beruhigt. Man muss sich keine Gedanken darüber machen, was man mit seinem Leben anfangen will (Kinder oder Beruf – wenn ja, welchen – oder beides oder gar nichts), ob man einen Job findet, eine Frau/Mann,… Man kann von einem sicheren Hafen aus immer wieder zu neuen Abenteuern aufbrechen und kann beruhigt in den heimatiliche Hafen einlaufen, wenn das Abenteuer zu Ende ist oder es doch zu wild oder zu langweilig geworden ist.

Aber Aufbrechen sollte man auf jeden Fall.

Dann also in die letzte Runde

Die Pfingstferien sind vorbei und so allerlei ist passiert.

Zu allererst stand natürlich die Abi-Korrektur an. Dabei hat es mich diesmal doppelt erwischt. Zum Einen hatte ich 23 Schüler im schriftlichen Matheabitur und zum Anderen bin ich als Fachbetreuer Informatik auch Zweitkorrektur beim Informatik-Abitur.

Das Matheabitur war ganz in Ordnung. Manchmal ein bisschen merkwürdig und keine Aufgaben waren wirklich schön passend für meine Schüler, aber es war machbar.

Informatik fand ich eigentlich ganz spannend. Hier ging es um u.a. die Verwaltung eines Hochregallagers mit Warteschlangen und Stacks etc.

Zwischendurch war ich dann noch Fliegen

Die Flugschule Oberbayern ist sehr zu empfehlen. Egal ob 1 Tag Schnuppern, Grundkurs, A-Lizenz, B-Lizenz, Gleitschirm, Drachenfliegen. Alles ist sehr entspannt und lehrreich mir wirklich guter Ausrüstung von Sky . Meine 7.- und 9.-Klässler werden in Physik wohl in den nächsten Wochen ein paar theoretische Einblicke in die Welt des Fliegens bekommen: Kräfteparallelogramm, Pendelstabilität, Auftrieb, Meteorologie…

Gerade letztes Thema hat mich heute vor allem beschäftigt, denn auch ich bin Leidtragender des Wetters geworden:Auf dem Bild geht es noch. Inzwischen haben wir konstante 10cm Wasser bei 4(!) laufenden Pumpen. Im Vergleich zu manch anderen mag das gar nichts sein. Aber wenn man bedenkt, dass ich die Pumpen von Freunden habe, die kein Hochwasserproblem im Keller haben…na danke.

Zum Glück habe ich morgen nur wenig Unterricht, da ich “nur” Beisitzer im mündlichen Informatikabitur bin und am Nachmittag meine Zweitkorrektur mit meinem Kollegen besprechen muss. Es wird wirklich Zeit, dass endlich dieses Wetter vorbeigeht, die Sonne herauskommt, das Abitur vorbei ist und man sich auf den Abschluss des Schuljahres mit all seinen Festivitäten, Wandertagen, letzten Schulaufgaben, Zeugniskonferenzen, etc. vorbereiten kann.

 

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