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Schule & Informatik

Kategorie: Medienpädagogik (Seite 1 von 10)

Zur Bildung

In den letzten Tagen haben zwei meiner Lieblingsinternetprofessoren Videos bei youtube veröffentlicht, in denen sie ihre Gedanken zum Thema Bildung darstellen. Prof. Spannagel diskutiert dabei die Notwendigkeit einer Medienbildung und welche Themen im Informatikunterricht eigentlich wichtig sind. Den zweiten Punkt hat Prof. Spannagel mit Hilfe von Umfragen an Universitätsprofessoren erörtert.

Als zweites hat Prof. Loviscach sich Gedanken gemacht. Sein Vortrag trägt den Untertitel „von den Gefahren einer naiven Digitalisierung“.

Folgendes nehme ich aus den Vorträgen mit:

  • Die sogenannten digital Natives müssen aus dem gleichen Grund Informatikunterricht bekommen, wie unsere Schüler 12 Jahre lang Deutschunterricht haben, obwohl sie Deutsch ja schon sprechen konnten, als sie eingeschult wurden.
  • Unsere Schüler brauchen ein breites Grundwissen, denn was man nicht kennt, kann man auch nicht googeln.

Interessant fand ich das ablehnende Verhalten von Prof. Loviscach zum Punkt „Vordefinierte Formatvorlagen für studentische Arbeiten“, also eine Ausarbeitung oder Word-Vorlage, so dass alle studentischen Ausarbeitungen gleich in Bezug auf Zeilenabstände, Schriftarten und -größen etc. aussehen. Wenn ich es korrekt verstanden habe, so ist in seinen Augen, die Wahl der richtigen Darstellung Teil der Arbeit und hängt damit auch vom Inhalt ab. Das Benutzen einer fertig vorgegebenen Formatvorlage spiegelt doch nur die Kompetenz vor, man wisse, wie eine Arbeit zu schreiben sei.

Auch seine Gedanken zum Thema Lernplattform kann ich so nur bestätigen. Auch bei uns wird mebis (moodle) hauptsächlich dazu eingesetzt, pdfs zur Verfügung zu stellen. Die eigentliche Kommunikation zwischen den Schüler läuft über whatsApp und nicht über angebotene Foren.

Pokemon GO (Teil 1)

Ich gestehe, dass auch ich Pokemon Go spiele. Aus beruflichen Grund natürlich,  ich muss ja verstehen, was meine Schüler in den letzten Tagen so beschäftigt. Und so habe ich mich über die AGBs des Spiels informiert und Widersprüchliches erfahren. Dennoch habe ich natürlich meine Schüler im Unterricht darüber informiert. Auch darüber, dass es Kopien des Spiels gibt, die mehr Trojaner und ähnliches beinhalten habe ich sie informiert und zum Teil überraschte Gesichter gesehen.

Ich habe die entsprechenden Konsequenzen gezogen und wenigstens ein neues, nur für dieses Spiel geltende Google-Konto eröffnet. Das macht es wenigstens schwerer. Und ich habe gewartet, dass es offiziell in Deutschland verfügbar ist. Dadurch verging dann auch genügend Zeit, dass die schwierigsten Server-Fehler von Niantic behoben werden konnten.

Ein anderes Problem bei diesem Spiel ist dann natürlich, dass man die ganze Zeit auf das Handy starrt, um Pokemons zu finden. Hierzu gibt es einen schönen Spot der schweizer Polizei, den ich bei diesem Thema zeige und den man nicht weiter kommentieren muss.

Trotz alle dem ist es doch faszinierend, wie schnell man diesem Spiel verfallen kann. Und es bleibt die Frage: Warum ist das so? Welche Elemente des Spiels machen den Suchtfaktor aus? Und die nächste Frage: Lassen sich die entscheidenden Elemente auf den Unterrichtsverlauf übernehmen?

Da diese Frage nicht so einfach zu beantworten ist, werde ich meine Gedanken dazu in den kommenden Tagen hier in einem zweiten Beitrag schreiben.

3D-Drucker

Seit neuestem ist unsere Schule im stolzen Besitz eines xBot 155 3D-Druckers der österreichischen Firma reprap.cc.

IMG_4692Das zugehörige P-Seminar soll damit eine Schülerfirma aufbauen, die es allen Schüler und Lehrer und anderen Interessierten ermöglicht, dreidimensionale Objekte auszudrucken. Bis jetzt arbeiten wir uns selbst noch ein und ich persönlich kämpfe mit den Tücken eines 3D-Druckers, der dann doch einfach sensibler ist, als ein „normaler“ Drucker: Allein die Justierung des Druckkopfs über der Druckplatte erfordert Fingerspitzengefühl, damit es nicht zu Problemen kommt.

Zum Glück steht aber die Firma RepRap.cc einem immer mit Rat und Tat zur Hilfe, wenn man mal Fragen hat und nicht weiter weiß. Ein Vorteil, wenn man im deutschsprachigen Raum bleibt und bei einer kleineren Firma bestellt, die aber schon Erfahrung im Schulbereich hat. So ist man nicht nur eine Nummer und einer von vielen.

Der erste Druckversuch war im übrigen ein Türhaken, der allerdings nicht ganz fertig wurde, da der angeschlossene Laptop auf einmal Updates installieren musste und runterfuhr.

Was mich anfangs irritierte, war das Geräusch des Druckers. Gerade beim Drucken eines herzförmigen Plätzchenausstechers war es sehr irritierend.

Auf meine Nachfrage an RepRap kam als Antwort, dass das normal sei und von den Stellmotoren käme. Manche würden damit sogar Musik machen. Stimmt!

Eine völlig neue Herausforderung. Aber im Moment konzentriere ich mich erstmal auf das Drucken. Aber später ließe sich ja fächerübergreifend mit  Physik, Kunst, Chemie, Biologie ein MakerDay an unserer Schule organisieren. So kurz vor den Sommerferien, wenn mal wieder kaum was sinnvolles passiert.

Die Software die ich hier zum Einsatz bringe werde ich in einem eigenen Menü zusammenfassen. Dann brauchen Interessierte vielleicht nicht so rumsuchen.

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