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Schule & Informatik

Kategorie: Physik (Seite 1 von 5)

Wie sollte ein moodle-Kurs aufgebaut sein?

Diese Frage hat mich gestern auf einer Sitzung zusammen mit anderen Kollegen beschäftigt. Denn auch wenn es moodle jetzt schon seit ein paar Jahren bei uns in Bayern gibt, so wird es doch eher wenig von Schüler und Lehrer benutzt.

Die Frage daher: Wie müsste eine Kursvorlage aussehen, damit andere Lehrer diese Vorlage gerne benutzen und ihren Unterricht damit gestalten.

Und los gings:

  • Der Kurs muss im Inhalt anpassbar sein, weil verschiedene Lehrbücher verwendet werden.
  • Der Kurs muss vom Ablauf anpassbar sein – auch wegen der Lehrbücher
  • Ich muss als Lehrer den Kurs meinem Unterrichtsstil anpassen können.
  • moodle darf nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen als eine normale Unterrichtsvorbereitung

Und die Sicht der Schüler? Auch das wurde – repräsentativ an einer Schule erfragt – berücksichtigt:

  • Schüler der Oberstufe hätten gerne  Skripte zum Herunterladen und alle Lösungen der Aufgaben.
  • Schüler der Unterstufen schauen gerne Filme und Animationen und machen gerne kurze Quize.
  • Schüler der Mittelstufe haben keine Lust zu arbeiten und daher auch keine Lust auf moodle.

Diese Aussagen wurde im Wesentlichen von allen Anwesenden bestätigt. Was heißt das jetzt für die Erstellung eines moodle-Kurses? Eigentlich muss ich nicht wirklich was machen, denn die Lösungen für die Mathe-Aufgaben der Oberstufe gibt es beim Verlag, die Videos für die Unterstufe bei youtube und die Quize bei abfrager.de oder learningapps.org.

Warum sollte ich also moodle benutzen? Denn Videos müsste ich selbst suchen, Quize müsste ich anpassen, Lösungen mühsam in Dokumente eventuell tippen.

Das Problem liegt an der falschen Reihenfolge: Ich habe ein Werkzeug und möchte/muss es einsetzen, weil es modern/hipp/uptodate/der neue Trend/Geld gekostet hat. Aber was kann man nun damit machen und warum?

Man muss die Fragen anders herumstellen und um andere Fragen ergänzen:

  1. Was ist mein Ziel?
  2. Welches von vielen Werkzeuge habe ich zur Auswahl? Welches nehme ich?
  3. Wer kann es machen?
  4. Bis wann und welcher Form wird es umgesetzt?

Bislang ist es in der Reihenfolge:

  1. Ich habe das eine Werkzeug moodle.
  2. Wir, die wir uns bereitserklärt haben machen es.
  3. Termin ist Weihnachen bzw. Ende November, weil ab Januar Ergegnisse da sein müssen.
  4. Ziele: …. (nicht konkret; s.o.) Unterricht soll besser, also moderner werden.

Ich glaube, dass das Problem klar geworden ist. Wenn ich kein konkretes Ziel habe, geht jeder Schritt in die richtige Richtung.

Dabei müsste doch gerade die Zielentwickung hier um Vordergrund stehen – vor allem, weil die Technik noch nicht optimal funktioniert (massive Performanceprobleme, Urheberrechtsprobleme, Datenschutzprobleme – die ich inzwischen genauso hasse, wie Feuerschutzmaßnahmen, administrative Probleme).

Eine Beispielsituation:

Gerade abfrager.de habe ich für mich entdeckt. Eine Vertretungsstunde im Computerraum – kein Problem. Alle dürfen ins Internet und Fragen beantworten. Manche scheitern an den Kindergartenfragen, andere bestehen schon VWL an der Uni und viele üben einfach Englisch, Französisch, Latein.

Reflektion:

Der Schülern hat gut gefallen, dass sie auf unterschiedlichem Niveau arbeiten konnten. Manche haben produktiv gearbeitet, manche haben ihre Wissensgrenzen getestet. Aber ALLE haben gearbeitet – auf unterschiedlichem Niveu.

Ergebnis:

Der Computer kann mir die Möglichkeit geben, die Inhalte vom Niveau zu strukturieren. Und damit wäre auch Inklusion vielleicht lösbar oder wenigstens lösbarer.

Ich für meine Teil möchte daher testen, wie ich meinen Unterricht mit Hilfe von moodle, das Werkzeug kann ich leider nicht auswählen, so gestalten kann, dass ….

  • …unterschiedliche Lern-Niveaus möglich sind. Denn nicht nur die schlechteren Schüler haben Rechte, auch die guten Schüler möchten gefördert werden.
  • …Inklusion sinnvoller geschehen kann.

Das konkrete Thema habe ich noch nicht, vielleicht Physik (Mechanik in der 7. Klasse),  Mathematik (Kongruenzsätze) oder Informatik (Einführung von Feldern)

Moderner Unterricht

Da denkt man über den Einsatz von (i)Pads, Beamern, Internet nach, zerbricht sich über rechtliche Probleme im Zusammenhang mit facebook den Kopf und sieht dann das:IMG_2186

Anstatt das die modernen Medien eingesetzt werden, wird auf altes Zurückgegriffen. Das zeigt in meinen Augen nur, dass …

  • noch zu wenig Kollegen vielleicht die Alternativen kennen,
  • oder das die Hardware nicht immer soooo funktioniert,
  • oder man noch keine Idee hat, wie man seinen Unterrichtsstil an die Neuen Medien anpassen soll.

Für den ersten Fall kann ich mal vorsorgen:

Eine Alternative zu den alten Karten wären:

Das mit der Hardware kann natürlich passieren. Ich wäre daher für die Variante: Jeder Lehrer in regelmäßigen Abständen ein Laptop gestellt, so wie ein Dienstwagen. Dabei darf man aus verschiedenen Modellen (Apple/PC-Laptop, Tablet) auswählen und nach 5 Jahren bekommt man – wenn man will – ein neues. Die Schule stellt nur die Hardware zur Verfügung.

Das gibt dann den Systembetreuern auch wieder mehr Zeit sich über den optimalen Einsatz der Neuen Medien im Unterricht der verschiedenen Fächern und Lehrer Gedanken zu machen und SchiLFs (Schulinterne Lehrerforbildungen) anzubieten.

Wie lang ist der Stau?

In der heutigen Ausgabe der FAZ am Sonntag gab es mal wieder ein spannendes Rätsel. Dabei ging es in dem Artikel eigentlich gar nicht um das Rätsel. Der Aufhänger des Artikels war der Spruch „In Mathe bin ich Deko.“, den der Otto-Versand wohl auf Mädchen-T-Shirts unters Volk brachte. Dadurch ist es bei Twitter wohl zu einem #aufschrei gekommen und der Otto-Versand nahm das T-Shirt wieder aus dem Versand.

Wie auch immer. Der Artikel endete auf alle Fälle mit der Aufgabe:

Auf der Autobahn hat sich ein Stau gebildet. Ein Überwachungs-Flugzeug überfliegt die Kolonne in 3,5 Minuten und entgegen der Fahrtrichtung in 2,5 MInuten. Die Geschwwindigkeit des Flugzeugs beträgt 200 km/h. Wie lang und wie schnell ist der Stau?

Ergänzen möchte ich noch die Angaben, dass der Stau sich während des Überflugs nicht in der Länge verändert und mit konstanter Geschwindigkeit vorwärts bewegt.

Spontan hat mich das an eine Aufgabe meines Schwagers erinnert, die er mir vor circa einem halben Jahr stellte:

Ein Schäferhund befindet sich am Ende einer 1 km langen Schafherde, die sich mit konstanter Geschwindigkeit vorwärts bewegt.
Zur Kontrolle läuft er nun – mit einer größeren, konstanten Geschwindigkeit als die Herde – vom Ende bis zur Spitze der Herde und wieder an seinen Platz am Ende der Herde zurück. Als er wieder hinten ankommt, ist die Schafherde genau 1 km weiter gewandert. Wie weit ist der Hund gelaufen?

So ähnlich die Aufgaben sind, so unterschiedlich sind die Ergebnisse – denke ich. Die Hundeaufgabe kann man mit Hilfe eines t-s-Diagramms wunderbar lösen: 1+√ 2 

Allerdings verhält sich die Stau-Aufgabe bei ähnlichem Ansatz da etwas störrischer. Hier der erste Versuch:

Ergebnis 1:        Staulänge * ( 1⁄thin + 1⁄tzurück ) = 2 vFlugzeug

Setzt man alles ein und löst auf, so ergibt sich eine Staulänge von 9,6 km. Dies kann man dann auch benutzen, um die Staugeschwindigkeit auszurechnen.

Wer noch was zum Knobeln braucht, erweitert die Aufgabe zu dieser Aufgabenstellung:

Ein Hund läuft mit mit konstanter Geschwindigkeit um eine Kompanie herum, die sich ebenfalls mit konstanter Geschwindigkeit bewegt. Die Maße der Kompanie-Auftstellung: 50m breit und 100m lang. Wenn der Hund einmal um die Kompanie herum ist, hat sich diese um 100m vorwärtsbewegt. Wie schnell war der Hund?

Nachtrag:

Warum der Otto-Versand nicht einfach noch ein (Jungs)-T-Shirt mit dem Aufdruck

  • „In Mathe bin ich nur Deko.“
  • „In Musik bin ich nur Deko.“
  • „In der Schule bin ich nur Deko.“
  • „Zu Hause bin ich nur Deko.“
  • „________ bin ich nur Deko.“+Stoff-Stift zum selber ausfüllen,

gemacht hat, habe ich nicht ganz verstanden. Das wäre doch am einfachsten gewesen.

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