Gema-Youtube-Urteil

Wohl jede Zeitung (Süddeutsche, FAZ) und Nachrichtensendung (ARD, rtl) hat darüber berichtet:

Das Internet-Portal Youtube darf keine Videos zu Musiktiteln mehr bereitstellen, an denen die Verwertungsgesellschaft Gema Urheberrechte geltend gemacht hat.

(FAZ)

Was heißt das jetzt in der Praxis? Welche Auswirkungen hat das auf Privatpersonen und auf uns Lehrer? Schwierig zu beantworten, da ich auch kein Rechtsanwalt bin, aber ich versuche einfach mal meine Gedanken dazu aufzuschreiben. Vielleicht liest ja ein kundiger mit und kann korrigierend oder helfend eingreifen.

Passive Nutzung von Youtube

1. Darf ich Videos in einen Blog oder ähnlichem einbinden?

Das ist natürlich ein Punkt, der mich besonders betrifft, da ich eine ganze Reihe Videos hier integriere. Antwort: Keine Ahnung, aber ich denke mal Nein, wenn es sich um Musik handelt, die bei der Gema gemeldet ist. Auf der anderen Seite erlaubt es im Moment wohl youtube, wenn es über ihrem Player eingebunden wird.

2. Darf ich Videos im Unterricht zeigen?

Ich denke ja, solange die Videos nicht lokal gespeichert wurden, sondern in Moment des Zeigens gestreamt, also aus dem Internet geladen, werden.

Im Klartext bedeutet das nichts anderes, als dass im Unterricht und bei Schulveranstaltungen die Wiedergabe vieler Medien kostenlos möglich ist. Ausgenommen sind allerdings Funk- und Fernsehsendungen sowie Filme und Medien, die Filme enthal- ten, unabhängig vom Trägermaterial. Diese dürfen nur im Klassenverband – also nichtöffentlich – nicht jedoch bei allen übrigen schulischen Veranstaltungen kostenlos eingesetzt werden.

(Handreichung ALP Dillingen)

 

Aktive Nutzung von youtube

Unter aktiver Nutzung verstehe ich das Hochladen von eigenen Videos.

3. Darf ich Cover-Versionen von Lieder hochladen?

Wahrscheinlich eher Nein, außer ich habe die Erlaubnis von der Gema bzw. dem Künster. Daher soll youtube auch die Suche nach Liedtitel und -texten jetzt verstärken. Eigentlich wirklich schade. Ich denke, dass Bands, die Geld mit Coverversionen machen, zahlen sollten. Aber wenn  ich nur privat nachspiele, warum eigentlich nicht. Vor allem, wenn ich die Noten gekauft habe und mir nicht irgendwo aus dem Netz gezogen habe. Auf der anderen Seite kann ich den Standpunkt der Intereten und vor allem Komponisten wirklich verstehen. Gerade letztere haben viel Gehirnschmalz in die Komposition gesteckt und wollen dafür entlohnt werden. Das würde ich ja auch wollen.

4. Darf ich Theateraufführungen der Schule hochladen?

Gleiches Spiel wie bei 3., denke ich. Also eher Nein. Wobei es bei solchen Aufführungen, da sie öffentlich sind, noch mehr Probleme gibt.

5. Darf ich selbst erstellte Unterrichtsinhalte hochladen?

Da denke ich vor allem an das Konzept des Flippes Classrooms. Ich danke Ja, wobei ich primär an Grammatiken in Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften denke. Aber bitte aufpassen, wenn ich Bilder oder ähnliches in die Aufzeichnungen einbinde. Da kann es wieder zu Problemen wegen des Urheberrechts kommen.

Alle ist ohne Gewähr, da ich auf dem Gebiet Laie bin und einfach nur versucht habe, was zusammenzutragen. Wer mehr wissen möchte, dem empfehle ich die Zusammenstellung aus der Handreichung mal durchzulesen. Da wird noch auf viel mehr Punkte sehr schön eingegangen.

Süddeutsche Zeitung 16.4.12

Gestern war ein guter Tag zum Zeitunglesen. Zumindest für mich als Lehrer und Computerinteressiertem. Zu allererst gab es einen einen hochinteressanten Artikel über das Problem der Fortbildungen für Lehrer. Denn einerseits sollen und müssen sich Lehrer fortbilden, zum Anderen soll aber kein Unterricht ausfallen. Das führt zwangsläufig zu Problemen. Die werden in dem Artikel zwar auch nicht gelöst, aber wenigstens erkannt und korrekt dargestellt.Aber nicht nur die Fortbildungsproblematik bei Lehrern war für mich interessant. Als Systembetreuer fühlte ich mich durch den Artikel über Xompu, den wartungsfreien Computer spontan angesprochen. Denn wartungsfrei und Computer widerspricht sich eigentich. Irgendwann muss ich den mal ausprobieren. Denn ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass es wartungsfreie, immer funktionierende Computer jemals geben wird.

Und zu guter Letzt gab es dann noch einen Artikel über Apple und ihr Malware-Problem. Das zeigt, dass Apple auch nur mit Wasser kocht. Bzw. das Java, auch wenn ich es in der Schule unterrichte, nicht ganz ungefährlich ist. Oder das Problem, das ensteht, wenn eine freie Software  (nicht ganz frei, denn sie kam von Sun) von einem Unternehmen, hier Oracle, gekauft wird und weiterentwickelt wird. Und Apple hat es wohl geahnt. Denn Apple-Computer werden inzwischen standardmäßig ohne Java ausgeliefert. Wer aber Java auf seinem Mac installiert hat, möge doch bitte die entsprechenden Aktualisierungen durchführen – Backup vorher nicht vergessen.

 

Zaubern

Auf einer meiner letzten Fortbildungen habe ich ein paar grundlegende Zauberideen für den Unterricht kennengelernt. Noch kann ich sie nicht alle, das ein oder andere habe ich auch schon vergessen, aber Zaubern ist einfach toll. Egal wie alt man ist, man muss einfach hinschauen. Und darum geht es doch auch im Unterricht. Im Grunde wollen wir doch die Schüler auch irgendwo mit Hilfe unseres Fachs verzaubern, oder? Wer mehr über das Zaubern im Unterricht wissen möchte, kann mal bei Computer Science for Fun cs4f nachlesen.

Wer sich nur mal verzaubern lassen will, auch gut: