Lehrzeit

Schule & Informatik

Monat: Juli 2016 (Seite 2 von 3)

Programmieraufgabe 86

Als Einstieg in die 10. Klasse und das Modellieren ließe sich das Pokemon GO-Spiel als bekanntes bzw. gut zu googlendes Beispiel nehmen:

Aufgabe

Schreibe für alle wichtigen Elemente des Spiels Pokemon GO eine Klassenkarte mit allen wichtigen Attributen und Methoden. Gib dann auch eine Objektkarte (mit Attributwerten, aber ohne Methoden an.)

Als kleine Hilfstellung habe ich hier noch ein paar mögliche Klassen:

  • Der Spiel selbst
  • Die Pokemons
  • Die Items
  • Der Behälter für die Sachen, die der Spieler findet (Ist begrenzt und kann daher als Array umgesetzt werden!)
  • Die Pokestops
  • Die Arenen
  • …..

Als Anregung für eine Objektkarte habe ich folgende Infos zum Lockstoff (Weih)Rauch (engl. incence) an einem Pokestop benutzt hat:

    Item {
        UniqueId: 401
        ItemType: ITEM_TYPE_INCENSE
        Category: ITEM_CATEGORY_INCENSE
        Incense {
             IncenseLifetimeSeconds: 1800
             StandingTimeBetweenEncountersSec: 300
             MovingTimeBetweenEncounterSec: 60
             DistanceRequiredForShorterIntervalMeters: 200
        }
    }

Welches Verhalten wäre damit an so einem Pokestop vorteilhaft?

Upcyling

Vergangene Woche war ich Teil des Jurorteams beim Upcycling-Wettbewerb des „Netzwerk MINTmacher von IRMA (Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V.)“ an der THI Ingolstadt.

Wahrscheinlich kennt jeder von uns die Geldbörse aus alten Feuerwehrschläuchen oder Fahrradschläuchen und die Schultaschen aus alten Sportmatten. Genau das macht den Unterschied zum Recyclen aus. Es wird nicht das gleiche produziert, also beispielsweise neues Papier aus Altpapier, sondern es entsteht etwas höher-wertiges, eben up-cycling.

Das das gar nicht nicht so einfach ist, konnte man an den eingereichten Gegenstände sehen, die man sich im Übrigen bis 21.7.2016 noch in der Aula der THI Ingolstadt anschauen. Viele der eingereichten Arbeiten, die nach Altersgruppe bewertet wurden, waren ausgesprochen künstlerisch gestalten. Es wurden Halsketten aus Nespressokapseln hergestellt, alte Schallplatten zu Schalen geformt, Lampen aus Brillengläsern gestaltet und Schmuck aus Lautsprecherdraht geflochten. Eher praktisch oriientiert waren da Pinnwände aus Korken, tragbare Grills aus alten Metallkanistern oder Sitzelemente aus Tennisbällen und Trampolingestellen.

Und genau dies, Kunst gegen Praxis, stellte uns am Anfang vor die grundlegende Frage: Ist Kunst Upcycling?Ist eine sehr gut gemachte Collage aus alten Fernbedienungen ein Upcycling oder „nur“ schön? So richtig geeinigt haben wir uns nicht, aber da die Jury gut gemischt war und jedes Mitglied andere Schwerpunkte setzte wurde dennoch alles gleichwertig berücksicht.

Und als Anregung für diesen Wettbewerb im kommenden Jahr, hier noch die Gewinner:

  • Kategorie „GrundschülerInnen“: Multifunktioneller Kronkorken-Vorhang
  • Kategorie „SchülerInnen der Klassen 5 – 9“: Fuß-Abstreifer aus Kronkorken
  • Kategorie „SchülerInnen ab Klasse 10 und Auszubildende“: Papierkorb aus Altpapier
  • Kategorie „Studierende und Erwachsene“: Massage-Sessel aus Tennisbällen

Bilder der Arbeiten gibt es auf der zugehörigen Upcycling Hompage und beim Donau-Kurier.

Auffallend fanden wir Jurymitglied übrigens, dass die Grundschüler (vielleicht auch nur ihre Lehrer) und jungen Schüler kreativer und einfallsreicher waren, als die älteren Teilnehmer. Die Anzahl der Einreichung bei der Gruppe der „Schülern ab Klasse 10 und Auszubildenen“ war wenig überraschend am geringsten.

Pokemon GO (Teil 1)

Ich gestehe, dass auch ich Pokemon Go spiele. Aus beruflichen Grund natürlich,  ich muss ja verstehen, was meine Schüler in den letzten Tagen so beschäftigt. Und so habe ich mich über die AGBs des Spiels informiert und Widersprüchliches erfahren. Dennoch habe ich natürlich meine Schüler im Unterricht darüber informiert. Auch darüber, dass es Kopien des Spiels gibt, die mehr Trojaner und ähnliches beinhalten habe ich sie informiert und zum Teil überraschte Gesichter gesehen.

Ich habe die entsprechenden Konsequenzen gezogen und wenigstens ein neues, nur für dieses Spiel geltende Google-Konto eröffnet. Das macht es wenigstens schwerer. Und ich habe gewartet, dass es offiziell in Deutschland verfügbar ist. Dadurch verging dann auch genügend Zeit, dass die schwierigsten Server-Fehler von Niantic behoben werden konnten.

Ein anderes Problem bei diesem Spiel ist dann natürlich, dass man die ganze Zeit auf das Handy starrt, um Pokemons zu finden. Hierzu gibt es einen schönen Spot der schweizer Polizei, den ich bei diesem Thema zeige und den man nicht weiter kommentieren muss.

Trotz alle dem ist es doch faszinierend, wie schnell man diesem Spiel verfallen kann. Und es bleibt die Frage: Warum ist das so? Welche Elemente des Spiels machen den Suchtfaktor aus? Und die nächste Frage: Lassen sich die entscheidenden Elemente auf den Unterrichtsverlauf übernehmen?

Da diese Frage nicht so einfach zu beantworten ist, werde ich meine Gedanken dazu in den kommenden Tagen hier in einem zweiten Beitrag schreiben.

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