Vergangene Woche war ich Teil des Jurorteams beim Upcycling-Wettbewerb des „Netzwerk MINTmacher von IRMA (Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V.)“ an der THI Ingolstadt.

Wahrscheinlich kennt jeder von uns die Geldbörse aus alten Feuerwehrschläuchen oder Fahrradschläuchen und die Schultaschen aus alten Sportmatten. Genau das macht den Unterschied zum Recyclen aus. Es wird nicht das gleiche produziert, also beispielsweise neues Papier aus Altpapier, sondern es entsteht etwas höher-wertiges, eben up-cycling.

Das das gar nicht nicht so einfach ist, konnte man an den eingereichten Gegenstände sehen, die man sich im Übrigen bis 21.7.2016 noch in der Aula der THI Ingolstadt anschauen. Viele der eingereichten Arbeiten, die nach Altersgruppe bewertet wurden, waren ausgesprochen künstlerisch gestalten. Es wurden Halsketten aus Nespressokapseln hergestellt, alte Schallplatten zu Schalen geformt, Lampen aus Brillengläsern gestaltet und Schmuck aus Lautsprecherdraht geflochten. Eher praktisch oriientiert waren da Pinnwände aus Korken, tragbare Grills aus alten Metallkanistern oder Sitzelemente aus Tennisbällen und Trampolingestellen.

Und genau dies, Kunst gegen Praxis, stellte uns am Anfang vor die grundlegende Frage: Ist Kunst Upcycling?Ist eine sehr gut gemachte Collage aus alten Fernbedienungen ein Upcycling oder „nur“ schön? So richtig geeinigt haben wir uns nicht, aber da die Jury gut gemischt war und jedes Mitglied andere Schwerpunkte setzte wurde dennoch alles gleichwertig berücksicht.

Und als Anregung für diesen Wettbewerb im kommenden Jahr, hier noch die Gewinner:

  • Kategorie „GrundschülerInnen“: Multifunktioneller Kronkorken-Vorhang
  • Kategorie „SchülerInnen der Klassen 5 – 9“: Fuß-Abstreifer aus Kronkorken
  • Kategorie „SchülerInnen ab Klasse 10 und Auszubildende“: Papierkorb aus Altpapier
  • Kategorie „Studierende und Erwachsene“: Massage-Sessel aus Tennisbällen

Bilder der Arbeiten gibt es auf der zugehörigen Upcycling Hompage und beim Donau-Kurier.

Auffallend fanden wir Jurymitglied übrigens, dass die Grundschüler (vielleicht auch nur ihre Lehrer) und jungen Schüler kreativer und einfallsreicher waren, als die älteren Teilnehmer. Die Anzahl der Einreichung bei der Gruppe der „Schülern ab Klasse 10 und Auszubildenen“ war wenig überraschend am geringsten.