So, da bin ich wieder. Nach einer längeren Pause, passiert doch wieder das ein oder andere und neue Gedanken und Überlegungen entstehen und wollen verfolgt und dargestellt werden. Zunächst aber zum Grund der Pause:

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Ich habe meinen geliebten Gleitschirm verkauft. Ich wollte es nicht wirklich und meine Familie hat auch versucht mich daran zu hindern, aber mangels Zeit und Gelegenheit ist es einfach zu unvernünftig. Der Sport erwartet einfach viel, viel Übung und ich komme zu selten dazu. Im vergangenen Jahr waren es vielleicht 15 Flüge, das ist einfach zu wenig.

Mich hat diese Entscheidung total runtergezogen. Die ganze Zeit ging mir die Liedzeile aus dem Lied „Time in a bootle“ von Jim Croce nicht mehr aus dem Kopf:

But there never seems to be enough time
To do the things you want to do
Once you find them

Hier noch ein schöne Interpretation auf einer Ukulele – was gar nicht so einfach ist, ich habe es selbst versucht und bin gescheitert:

Auf alle Fälle musste ich was Neues suchen. Etwas, das mich beschäftigt, aus dem Alltag als Lehrer und Vater rausholt. Mich in die Natur bringt, erdet, den Kopf abschaltet bzw. freimacht. Zum Glück habe ich es wieder gefunden und auch gleich intensiviert: Laufen. Ultralaufen um es genau zu sagen.

Ich war also die vergangenen Wochen nach den Pfingstferien damit beschäftigt, mich in die Materie einzulesen, Ausrüstung zu kaufen und meinen ersten, wenn gleich auch eher kurzen, „Mehr als Marathonlauf“ zu schaffen. Ich lief erfolgreich den mozart55-Lauf über 57km!

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Das war eine so tolle Erfahrung, dass ich mich im nächsten Jahr am 100er versuchen möchte, womit meine Freizeitbeschäftigung für die nächsten Monate gesichert sind.

Und wenn man dann so seine Läufe über mehrere Stunden macht, kommt man auch in eine Art meditativen Zustand, den ich inzwischen ganz gerne „Gedanken schauen“ nenne. Ist es doch immer wieder spannend zu sehen, was das eigene Gehirn den ganzen Tag über aufnimmt oder sich in der Nacht beschäftigt hat:

  1. Ideen für P-Seminare („Produktion eines Films über die Informatik im Leben“)
  2. Arbeitsaufträge (Essensplanungs-Programm; mehr dazu in der nächsten Programmieraufgabe)
  3. Ideen für Bücher (Arbeitsheft zum Thema „Programmieren lernen mit Spielen“; Roman aus dem Bereich Surfen, das noch auf einer groben Idee aus dem letzten Sommerurlaub basiert)
  4. Idee für Bilder und Collagen
  5. Natürlich Ideen für „Wo könnt ich noch mal laufen gehen?“ Eine Möglichkeit wäre hier beispielsweise ein Übungslauf Kochelsee-Brauneck und zurück.
  6. Wo kommt der Pizzabackofen im Garten hin, wo die zweite Terrasse
  7. Soll ich im kommenden Jahr Zustandsdiagramme mit Scratch unterrichten oder bleibe ich bei Kara.
  8. Warum genau ist Pokemon GO so erfolgreich… aber dazu schreibe ich noch einen neuen Beitrag

So weit zum Stand der Dinge. Jetzt muss ich noch ein wenig System- und Fachbetreuer sein und weiter iPads für unseren neuen iPad-Koffer konfigurieren, Stegreifaufgaben der Kollegen respizieren, Zimmer aufräumen, Noten endgültig eintragen usw. Und morgen geht es dann Laufen. Das Wetter wird ja besser und mit der Komoot-App lassen sich tolle Läufe zusammenstellen. Beispielsweise ein, ich nenne es mal, 3-Schlösser-Lauf: Blutenburg – Unterschleißheim Schloß Lustheim – Dachauer Schloß – Blutenburg (ca. 45 km). Mal schauen, ob ich gleich alles laufe oder es mir aufteile.

Ergänzung: Natürlich ist was dazwischen gekommen und ich bin nur eine kürzere 25km Runde gelaufen