Lehrzeit

Schule & Informatik

Monat: Januar 2016

P-Seminar Ergebnisse

Arcade-AutomatenSeit diesem Jahr ist mein P-Seminar dran, Computer-Spiele zu entwickeln. Die Idee dazu kam mir durch…Jan 23 2015blog.ingo-bartling.deEin Jahr ist es nun her, dass meine Schüler des P-Seminars Arcade-Automaten mit ihren Automaten anfingen bzw. völlig überraschend mit ihrem ersten Automaten-Prototypen vorbeischauten. Seit dem ist einiges passiert – nun ja, bei manchen zumindest. Manche haben sich leider zu lange zurückgehalten oder haben falsche bzw. keinen Schwerpunkt gesetzt und sich dabei verzettelt. Zwischenzeitlich hatte ich schon gedacht, dass überhaupt nichts mehr herauskommt. Aber ich lag falsch. Schlussendlich sind wirklich tolle Sachen herauskommen, die manchen Kollegen vor Neid erblassen lassen und auch die aktuellen 11. Klässler waren schwer beeindruckt und waren kaum davon wegzubringen.

Ich werde hier nun ein paar erste Eindrücke zeigen und kurz erläutern. Mit ein bisschen Glück werde ich dann noch einen Film zusammenbringen und hier ebenfalls zeigen.

Client-Server-Spiel mit eigenem Interface

Wie bei den meisten Gruppen, gab es hier auch eine Aufteilung in Software(Entwicklung des Spiels) und Hardware (Holzarbeiten, Elektronik und Löten). Das Spiel ist dabei eine vollständige Neuentwicklung eines Client-Servers-Spiels im Sinne eines Siedlerspiels. Das besondere an dem Interface sind die zwei roten Markierungen hinter denen sich zwei selbstgebaute Kontakte zur Spielsteuerung verbergen.

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XBOX-Kinect gesteuerte Mini-Spiele

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Auf dem zweiten Bild kann man sehen, wie die Kinect im oberen Teil des Automaten aktiv ist. Die Kinect erkennt die Bewegung des Schülers im Vordergrund und dementsprechend werden die Quader (Schläger) auf dem Bildschirm geführt, um Gegenstände aufzufangen.

Fernsteuern eines selbstgebauten Autos mit Hilfe eine USB-Kamera

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Im unteren Bild ist die oben im Automaten eingebaute USB-Kamera zu sehen. Diese erkennt den gelben Handschuh des Spielers, der vor dem Automaten steht. Im unteren Monitorbereich sind die Steuerungsbefehle zu erkennen. Die obere Hälfte des Monitors  ist die Übertragung des Bildes einer USB-Kamera, die auf dem ferngesteuerten Auto montiert ist. Die Kommunikation läuft via WLAN, RaspberryPi und einer umgebauten Fernsteuerung.

Ferngesteuerter Hovercraft

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Dieses Projekt ist noch nicht ganz so weit, aber der der Hovercraft konnte schon mal ferngesteuert werden. Hier wird noch mehr kommen – hofffe ich.

Klassischer Automat 2.0

Diese Gruppe hat sich vor allem auf den Bau des Automaten konzentriert. Witzig finde ich die Idee mit der Brille, denn der Zusammenhang war mir Anfangs gar nicht bewusst.

LCD-Bildschirmen senden polarisiertes LIcht aus. Entfernt man die entsprechende Folie vom Bildschirm, so ist nichts mehr zu erkennen. Man kann diese Folie aber auf eine Sonnenbrille aufbringen und dann erkennt man wieder etwas.

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3D-Drucker II

Ein schönes und erfolgreiches, aber vor allem friedliches Jahr 2016!

Um gleich zum Thema zu kommen: Ich habe die Weihnachtsferien benutzt, um mehr Erfahrung mit dem 3D-Drucker zu bekommen. Daher habe ich soviel gedruckt wie es ging und versucht die Ausdrucke zu optimieren. Hauptproblem war zum Einen die Haftung des Objekts und zum Anderen das Filament. Das Testobjekt war das Schiffchen, welches ich über das RepRap-Forum gefunden hatte.IMG_4863

Die Haftung

IMG_4865Glücklicherweise hat unser Drucker eine beheizbare Druckplatte, die in der Regel auf 55°C eingestellt ist. Das Problem: Das mitgelieferte Kaptonband klebt so gut, dass ich bei großflächigen Objekte diese nicht mehr von der Platte bekomme. Daher riss das Band dann und ich musste es neu aufbringen. Von Blasenfreiheit und Nahtbündigkeit war da aber leider nichts zu merken. Der Boden der späteren Objekte ist daher immer uneben gewesen, was z.B. bei Handyhüllen zu unschönen Dellen und Linien führte.

Nächster Versuch war eine schwarze Dauerdruckplatte. Leider konnte ich diese nicht testen, da der Zeitungsausträger die Zeitung so mit Gewalt in den Briefkasten gestopft hatte, dass die Platte, die im wattierten Umschlag lag, wellig geworden ist. Bei Genauigkeiten von 0,1mm ein Unding.

Der Druck direkt auf die Glasplatte hat auch nicht geklappt. Die Haftung war gleich Null. Erst nach Besprühen mit Haarlack – außerhalb des Druckgehäuses(!) – war die Haftung gut. Auch das Lösen des Objekts war kein Problem. Ich werde nochmal eine Dauerdruckplatte ausprobieren, aber im Moment werde ich bei Haarlack bleiben.

Das Filament

An sich habe ich mit dem Filament keine größeren Probleme gehabt, wenn man mal von Weiß absieht. Was dabei allerdings schief gegangen ist – keine Ahnung. Ich weiß nur, dass ich diesen Effekt nur bei Weiß hatte.

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Beim Filament ist unbedingt zu beachten, dass jede Filament-Farbe ein leicht andere Temperatur-Einstellung beim Extruder benötigt. Diese Temperatur hängt dabei nicht nur vom Filament selbst, sondern auch vom Drucker, dem Düsendurchmesser, dem Filamenthersteller, der Schichtdicke und der Geschwindigkeit ab. Da man die besten Ergebnisse beim langsamen Drucken bekommt, kann man ruhig versuchen, mit der Temperatur ein wenig runterzugehen. Bei mir sind 210°C und 40mm/s immer ein guter Startwert. Teilweise nehme ich sogar nur 190°C und bewege mich damit an der Temperaturuntergrenze.

Nur dem Weißwar das irgendwie alles egal. Vielleicht versuche ich da doch mal einen anderen Hersteller.

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