…sollen ja bekanntermaßen das Denkvermögen erhöhen. Dann müssten wir Menschen aber mächtig intelligent sein – und die Tiere auch. Zumindest nach einem Artikel in der heutigen SZ:Demnach rasen pro Minute 200 Teilchen durch unseren Kopf!

Unglaublich, oder? Und viel unglaublicher, warum wir davon gar nichts merken. Aber erstmal zur Erklärung, die in der Zeitung steht.

Patrick Slane, Astrophysiker in Cambridge, Massachusetts, fand heraus, dass die kosmische Strahlung daran schuld ist. Denn eigentlich sind die meisten Teilchen, die aus dem Kosmos auf uns zu rasen, elektrische geladen und werden durch das Magnetfeld der Erde abgelenkt. Meist zu den Polen, wodurch dann durch weitere pyhsikalische Prozesse die bekannten Polarlichter entstehen.

Allerdings entstehen die Polarlicht durch Teilchen aus dem Sonnenwind, die durch unser Erdmagnetfeld zu den magnetischen und damit geographischen Polen umgelenkt werden. Ohne Magnetfeld wären wir daher dem Sonnenwind schutzlos ausgeliefert. Ein Szenario, das im Film The core dargestellt wird.

Wo kommen nun die Partikel her, die zweihundertfach unseren Kopf durchdringen? Leider wird es in dem Artikel nur angerissen: Kosmische Strahlung, entstanden aus  Supernovae, trifft auf die Erdatmosphäre, wird abgremst und dadurch in verschiedene Teilchen umgewandelt. Diese Durchdringen dann den Kopf.

Eine kurze Erklärung dazu: Kosmische Strahlung besteht aus primärer und sekundärer kosmischer Strahlung. Primäre kosmische Strahlung besteht zu ungefähr 85% aus Elektronen/Protonen, zu einem Zehntel aus Alpha-Teilchen (eine Form von Radioaktivität) und zu ca. 1% aus schwereren Kernen. Trifft nun beispielsweise eines der schnellen Protonen auf Teilchen in der Atmospäre, so kann es bis zu 1 Million Sekundärteilchen erzeugen. Stößt es zum Beispiel mit einem anderen Proton zusammen, so kann ein Teil der Energie in ein Pion umgewandelt werden, was wiederum in ein Myon zerfällt, welches wiederum zerfällt.

Das Ganze ist natürlich sehr komplex, wie man beim Lesen der Wikipedia-Links feststellen kann. Daher habe ich mich hier auf ein phänomenologischen Anreißen beschränkt.

Jetzt ist aber genug – ich brauche erstmal ein Aspirin. Schließlich habe ich beim Schreiben dieses Beitrag ungefähr 5000 Teilchen auf bzw. durch den Kopf bekommen.