Lehrzeit

Schule & Informatik

Monat: Januar 2013 (Seite 2 von 2)

Handy-Dokumentenkamera

Heute habe ich über eine Anzeige von dem Produkt 4D Anatomy der Firma Daqri erfahren.

Eine tolle und wirkliche spannende App – vor allem auch, weil die App nichts kostet und für iOS und Android verfügbar ist. Meine Vorstellung des Einsatzes sähe dann wie folgt aus: Man druckt das benötigte Papier mit einer Länge von 2m aus und legt es auf einen Tisch oder Boden. Dann legt sich ein Schüler auf den entsprechenden Bereich und man kann dann ganz Science-Fiction-mäßig den Schüler durchleuchten.

Allerdings gab es vom Bio-Fachbetreuer gleich den Einwand, dass es ja nun wenig bringt, wenn die anderen Schülern nichts von all dem über den Beamer mitverfolgen können. Damit sind wir beim eigentlichen Problem: Wie bekommt man als Lehrer oder auch Schüler das Bild vom Handy live auf den Beamer? Gerade im Zuge der Urheberschaftsproblematik wäre es schön, wenn man einfach mal kurz eine Seite aus einem Buch zeigen möchte.

Zunächst aber mal eine einfachere Lösung. Die Firma demolux bietet eine Komplett-Lösung aus Beamer und Dokumentenkamera an, die ohne Computer auskommt. Allerdings kostet diese Lösung auch 1400,- Euro. Wenn man aber bedenkt, dass ein ordentlicher Beamer ungefähr 800,- Euro kostet und eine Dokumentenkamera 400,- Euro, dann relativiert sich der Preis wieder.

Allerdings habe ich dann das eigentliche Problem noch nicht gelöst. Ich kann immer noch nicht meine Handykamera auf den Beamer streamen. Das hat aber ein Kollege von mir gelöst, dessen Anleitung ich hier mal darstelle.

Vorraussetzung

Win7 und Android-Handy

Lösung 1

Es steht ein WLAN zur Verfügung

  1. Kostenlose App „IP Webcam“ auf dem Android-Gerät installieren.
  2. App konfigurieren/starten und IP (wird auf dem Handydisplay angezeigt) des Webcam-Servers im Browser eingeben. Z.B. 192.168.3.13:8080
  3. Aus den Optionen der Startseite am besten „Use browser built-in viewer (not supported by some browsers)“ auswählen und die Kamerasteuerungsoptionen „Open camera controls“ auswählen. Hier kann ich den Autofocus einstellen, die Blitz-LED des Handys als Lichtquelle zuschalten, usw.
  4. Vollbildmodus mittels Klick auf „Fullscreen view“ einstellen, fertig.

Lösung 2

Rechner erzeugt selbst ein WLAN mittels virtualisierten Hotspot. Das Handy muss sich dann mit dem mit diesem WLAN verbinden.

  1. Kostenlose App „IP Webcam“ auf dem Android-Gerät installieren.
  2. Virtuellen Hotspot auf Win7 mittels „Virtual Router Manager“ einrichten. Die Software dazu gibt es hier.
  3. Android-Handy mit dem virtuellen Hotspot verbinden
  4. Ab hier wieder wie im obigen Fall.

Ob das ganze auch wirklich funktioniert – ich nehme es an. Es liest sich für mich nachvollziehbar. Leider haben wir an unserer Schule noch mehrheitlich XP am Laufen und kein WLAN. Ich habe allerdings immer ein iPhone und MacBook dabei und zusammen mit der Software Airbeam für iOS und OSX kann ich mein Kamerabild auf das MacBook übertragen. Das MacBook ist dann an der digitalen Tafel angeschlossen.

Gleich schon mal eine kleine Ergänzung:

Mit AirBeam auf einem iPhone und einem XP-Computer, der per Ethernet verbunden ist und einem AccessPoint fürs Handy geht es schon mal. Jetzt muss ich nur noch irgendwie den AccessPoint umgehen bzw. vom Computer halt ein WLAN aufbauen lassen. Wenn es ein Laptop wäre sicher weniger ein Problem als bei einem alten XP-Tower.

Informatikaufgabe 46

Durch Spielen der Brettspielversion von „Wer wird Millionär?“ ist mir die Idee gekommen, dieses Spiel im Unterricht mal programmieren zu lassen. In einer grundlegenden Version könnte man das mit Excel machen. Dann hätte man in einer Datei 10 Rechenblättern mit Fragen und als letztes das Auswertungsblatt. Vom Ansatz vielleicht so etwas:

Auch eine Datenbank-Anwendung mit OpenOffice oder Access wäre denkbar:

Fragen = {ID, Frage, Antwort1, Antwort2, Antwort3, Antwort4, Loesung, Schwierigkeitsgrad}

Ob eine Oberfläche mit Auswertung so einfach in OpenOffice zu realisieren wäre, wage ich mal zu bezweifeln. In Access kenne ich mich nicht aus, vielleicht ginge das dort ja.

Abschließend wäre auch eine Java-Lösung denkbar, wobei die Fragen nach obigem Schema in eine externe Datei ausgelagert werden sollten, dann könnte man das Projekt auch schön in einem kleinen Team aufteilen (Oberfläche, Backend, Fragen).

Aufgabe

Realisiere das Spiel „Wer wird Millionär?“ mit einem der oben angesprochenen Verfahren.

Mathe kann jeder lernen

… zumindest haben das Forscher herausgefunden.

Voraussetzung ist dabei wohl ein gewisses Alter, die richtige Lerntechnik und – in meinen Augen die wichtigste Voraussetzung – die Motivation.

Dann kann ja für das diesjährige Abitur nichts mehr schiefgehen.

(Und bevor ich es dann noch vergesse. Der Ausschnitt ist von der FAZ am Sonntag, 23.12.2012)

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