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Schule & Informatik

Videoscribing

Die Umstellung auf den Flipped Classroom war die Idee. Doch leider habe ich keine für mich sinnvollen Ablauf gefunden, um die Art von Videos zu machen, die ich mir vorgestellt habe. Jetzt habe ich einen neuen Ansatz gefunden: VideoScribe von Sparkol.

Die Software kostet in der iPad-Version circa 5 Euro. Man erhält dazu den einfachen Zugang zum Programm mit ein paar Einschränkungen, aber zum Ausprobuieren reicht es alle mal. Es gibt auch eine Desktop-Version (OSX, Win), aber die gibt es nur als 7-Tage-Testversion oder 18 Euro pro Monat bzw. 150 Euro pro Jahr und damit 12,50 Euro pro Monat !

Was macht nun VideoScribe? Ganz einfach: VideoScribe ist ein Animationsprogramm in dem eine Hand die Vektorlinien einer SVG-Grafik nachfährt. Das ganze sieht, dafür das es automatisiert abläuft, sehr schön und interessant aus. Das Programm leistet hierfür Hilfestellungen bei der Erstellung der Präsentation:

  1. Anordnen der Element auf der Zeichenebene und Zoomfunktionen ähnlich zu Prezi
  2. Ändern der Reihenfolge der einzelnen Elemente (unterer Bereich)
  3. Hinterlegen eines Audios
  4. Aufnahme eines Audios
  5. Integration von Cliparts aus dem Web: openclipart.org

Allerdings fehlen auch noch ein paar Dinge, um die Sache so richtig rund zu machen.

  1. Zunächst fehlt eine einfache Möglichkeit SVG-Zeichnungen im Programm direkt selbst zu erstellen.
  2. Man hat keine Möglichkeit mehrere Audios zu importieren und an einzelne Objekte zu koppeln um eine einfach Synchronisierung zu erreichen. Wenn ich beispielsweise weiß, dass mein Audio 30 Sekunden lang ist, dann mache ich die Animation des Objekts auch 30 Sekunden lang.
  3. Anlegen eigener Bibliotheken – vielleicht geht das auch in der Pro-Version, dass konnte ich nicht ausprobieren.

Um gute Animation zu erstellen, werden noch einige andere Programme benötigt. So benötigt man für die Audios Audacity zusammen mit Lime für den mp3-Export (Anleitung).

Grafiken können gleich online bei Google erstellt werden, wobei das Paket auch heruntergeladen und lokal ausgeführt werden kann. Den produzierten svg-Code kopiert man dann in einen reinen Texteditor wie Textwrangler und OSX oder WordPad unter Windows. Oder man benutzt die freie Software Inkskape. Ich selbst male nicht so gerne am Computer und habe mir daher iDraw fürs iPad gekauft.

Als letzte Kritik muss ich noch anfügen, dass VideoScribe in vielen schulischen Fällen nicht ausreicht. Egal, ob es um das Rechnen von Matheaufgabe geht, oder die Darstellung von Physikaufbauten oder … oder … oder …. VideoScribe scheint mir da mehr für die Marketing-Menschen gemacht worden zu sein. Aber ich werde es dennoch weiter versuchen, denn die funktionale Schlichtheit des Programms finde ich einfach sehr überzeugend.

Und eine SVG-Physik-Bibliothek kann ich mir auch selber anlegen. Das dauert sicher, aber es macht auch mal wieder Spaß und im Zug zur Schule und wieder nach Hause habe ich genügend Zeit.

2 Kommentare

  1. Ein toller Beitrag zu einem klasse Programm, damit kann man wirklich tolle Videos machen. Ich kann Videoscribe wirklich nur empfehlen. Einfach mal 7 Tage ausprobieren.

    • Obwohl das Programm a) nicht ganz billig ist und spätestens bei Mathe und Physik etc. streikt. Da nehme ich dann lieber mein iPhone mit packe es in ein Gestell über einem Blatt Papier; dann lasse ich 1 Bild pro Sekunde machen (Zeitraffer) und speichere das ganz als Film, denn ich dann noch vertonen kann, wenn ich will.

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