BYOD bedeutet Bring Your Own Device. Die Idee dahinter: Jeder bringt sein eigenes Handy, Smartphone oder Laptop mit. Es ist aber auch naheliegend die Handys und Laptops, die alltäglich in Schule, aber vor allem Uni getragen werden, irgendwie im Unterricht oder Vorlesung ausnutzen zu wollen. Denn schließlich haben die Smartphones inzwischen eine Leistungsfähigkeit erreicht, die bis vor ein paar Jahren noch kaum ein Computer hatte.

Aber ist BYOD im Schulalltag wirklich sinnvoll? Für die Arbeit mit Schülern meines Erachtens nicht, aber für Lehrer.

Das Problem mit dem Schülern ist ganz einfach. Viele Schüler haben kein Smartphone oder Laptop. Haben sie ein Smartphone, kennen sich viele mit ihren Smartphones gar nicht gut genug aus, als das man damit arbeiten könnte. Und dann vor allem die Fragen,  wie als Schule das Internetverhalten steuere und filtere. Denn selbst bei gefiltertem WLAN könnten die Schüler über ihre Internetflatrate wild rumsurfen.

Für Schüler ist BYOD daher keine gute Idee!

Wie sieht das aber jetzt für Lehrer aus? Da bin ich als Systembetreuer ganz anderer Meinung. Hier fände ich es sinnvoll und erleichternd für beide Seiten, wenn Lehrer ihre Laptops und Smartphones einfach mitnehmen könnten oder würden. Sie wüssten dann, wie und ob ihre DVDs abgespielt werden, hätten all ihre Arbeitsblätter und Prüfungsunterlagen dabei und könnten überall im Schulhaus arbeiten. Voraussetzung dafür wäre allerdings WLAN oder ganz, ganz, ganz viele Netzwerkdosen und entsprechend erreichbare Netzwerkdrucker. Und natürlich Beamer in allen Klassenzimmern. Leider ist letzteres aber noch nicht üblich, so dass sich ein mitbringen des Laptops sich leider noch nicht für viele Lehrer rentiert. Schade!

Insgesamt halte ich BYOD für Lehrer aber für sinnvoll!

Interessant finde ich dabei die neuen 7 Zoll Tablet-Computer. Zum Beispiel das HTC Flyer. Das gab es im Juni für ungefähr 300 Euro zu kaufen.Ein Problem ist dabei aber sicherlich, dass nur begrenzt Dokumente bearbeitet werden können. Aber solange man sich viel in der Cloud bewegt sollte das sicher kein Probem sein.

Und auch für die Beamer-Problematik gäbe es da eine Lösung: BenQ Joybee. Das ist ein kleiner, tragbarer Taschenbeamer für den es auch noch ein Akkuset gäbe. Mit 100 ANSI Lumen muss man zwar den Raum verdunkeln können und das Bild ist auch nicht sooo groß, aber den Ansatz finde ich prima. Die 500 Euro sind allerdings ein wenig happig.

Die Möglichkeit ein iPhone gleich draufstecken zu können, fand ich recht witzig. Für den Unterricht finde ich diese Geräte zwar noch zu schwach, aber für Präsentationen im kleinen Rahmen absolut ausreichend.