nein, nicht des Sterbens. Sondern der Software- und Hardwaregewöhnung.

Die Situation

Ab und zu muss dann ja doch mal neue Software für die Schule angeschafft werden. Zum Beispiel das neue Office-Paket (2010 statt 2003), oder eine neue pädagogische Software für den Computerraum oder sogar ein ganz neuer Computer mit neuem Betriebssystem. Wo stellt man noch mal die IP ein? Wie fügt man einen neuen Drucker ein? Wo kann ich einen Drucker oder Ordner freigeben? Unter XP ging das dann so und so und unter Windows 7 geht es wieder anders. XP ließ sich auch noch relativ problemlos ins Schulnetzwerk integrieren, ebenso wie Linux oder OSX, aber Win Vista oder Win 7 sind da einfach sperriger.

Ganz zu schweigen, wenn der Systembetreuer, also ich, auf einmal mit Apple Laptops anfängt, aber die meisten Kollegen wenig Erfahrung mit Apple-Produkten haben. Mal abgesehen von iPods und iPhones. Da ist das Suchen und Finden dann noch mal spannender. Wie bekomme ich die DVD wieder aus dem Laufwerk, wo ist mein Internet Explorer? Kann ich Powerpoint-Dateien anzeigen lassen?

Die Reaktion

Aber irgendwann sind die schlimmsten Klippen umschifft und mit den neuen Geräten kann problemlos, manchmal sogar probemloser wie vorher, gearbeitet werden.

Das Ganzen erinnert mich dann an die „5 stages of death“:

Nicht wahrhaben wollen (denial) nach Elisabeth Kübler-Ross

„Na ja, ich arbeite einfach mit meinen Videokassetten. DVDs braucht doch eh keiner.“

Zorn (anger)

„So ein Schei….! Jetzt muss ich mich auch noch mit so etwas arbeiten! Wo kann ich denn jetzt noch meine Kassetten abspielen?“

Verhandeln (bargaining)

„Ach, komm schon. Lass die Videorekorder doch noch mal reparieren. Oder kannst du mir helfen meine Videos auf DVDs zu kopieren?“

Depression

„So, ein Mist! Wie soll ich denn jetzt (…) im Unterricht zeigen? Die waren doch so gut.“

Akzeptanz (acceptance)

„Mal schauen, vielleicht finde ich ja doch was bei youtube.“

Wer alle Phasen durchlaufen hat, kann dann auch wieder friedlich arbeiten und eventuell eine völlig neue Welt entdecken.