Lehrzeit

Schule & Informatik

Monat: September 2011 (Seite 1 von 3)

So viel zum Thema Programmieren in Java

Von allen Namen ist Lenny Linux am besten.

Informatikaufgabe 1

Angeregt durch den Halbtagsblog von Herrn Klinge fühle ich mich angesport auch eine regelmäßige Aufgabenidee zu liefern. Bei Herrn Klinge ist der Donnerstag immer der Fermi-Tag. Man bekommt also Mathematikaufgaben, die immer sehr vage von den Größenangaben sind und daher sinnvoll geschätzt werden müssen. Die bekannteste der Fermi-Fragen ist wohl diese hier:

Wie viele Klavierstimmer braucht eine Großstadt wie …. ?

Vor Jahre hatte ich in einer fünften Klasse mal eine ähnliche Aufgabe bearbeitet, als wir beim Thema Maßstab waren. Ich organisierte einen Plan der Theresien-Wiese in München  und versuchte mit der Klasse folgendes zu schätzen:

Wie viele Besucher (ohne Polizei) passen auf die Wiesn, also das Oktoberfest?

Am Ende kamen wir auf sehr gute sechs Millionen pro zwei Wochen.

Ich habe die letzten Tage nun überlegt, welches Thema in meinem Blog regelmäßg auftauchen könnte. Ein Thema, zu dem mir genug einfallen könnte und von dem Kollegen auch was haben. Heute, in der ersten Stunde nach den Sommerferien in der zwölften Klasse, hatte ich die Idee: Kleine Programmier- bzw. Informatikaufgaben.

Immer wieder stehe ich nämlich vor dem Problem, dass die Aufgaben in Büchern meist viel zu komplex, zu lang, zu schwierig oder eine beliebige Teilmenge dieser drei Probleme sind. Denn im Unterricht habe ich nicht nur die Leute, die gerne und vielleicht auch viel Programmieren. Gerade in der Oberstufe habe ich immer wieder Schüler, die hoffen nicht soviel lernen zu müssen und dennoch eine gute Note zu bekommen. Aber wer nicht übt, hat auch in der Informatik Probleme. Gerade beim Programmieren! Das ist wie bei jeder anderen Sprache. Nur Vokabeln zu lernen bringt wenig. Sprachen wollen frei benutzt werden. Daher bin ich um kurze, knappe und gut kalkulierbaren Programmieraufgaben immer wieder dankbar.

Damit die Aufgaben besser in den eigenen Unterricht eingeordnet werden können, werde ich sie passend zum bayerischen Lehrplan einordnen. Und soweit nicht anders angegeben, setze ich Java voraus, wobei meist problemlos andere Programmiersprachen ebenso gewählt werden können. Manchmal wären andere Sprachen sogar eleganter oder kürzer.

Die heutige Programmieraufgabe lautet:

Aufgabe 1

Schreibe ein Programm, das alle Wörter über einem Alphabet bis zu einer vorgebenen Anzahl an Zeichen ausgibt.

 

Beispiel Lautet das Alphabet {a,b,c}, so sollte das Ergebnis bei Wörtern bis zur Länge 2 wie folgt lauten:

a,b,c,aa,ab,ac,…cc

 

Tipps und Anregungen

  1. Die Aufgabe lässt sich sowohl rekursiv als auch iterativ lösen. Wobei letzteres aufgrund der beliebigen Länge der Wörter schwierig ist.
  2. Im Zusammenhang mit Rekursionen kann man nochmal über die Rekursions-Arten sprechen.
  3. Später lässt sich das Programm im Bereich Laufzeit von Algorithmen nochmals verwenden.

Wer Lust hat, kann natürlich hier Lösungsvorschläge anbieten oder diskutieren. Ich selbst werde aber keine Lösung präsentieren, da es in der Informatik ja immer mehrere Wege zum Ziel gibt. Aber wer Probleme mit der Aufgabe hat und eine Tipp braucht, bekommt ihn natürlich.

Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Programmieren oder Programmieren lassen.

Planned obsolescence

Heute bin ich mal wieder ein Opfer des „geplanten Kaputtgehens“ geworden. Ein Beamer  und ein Computer funktionierten nicht mehr. Bei beiden, die merkwürdigerweise von der gleichen Firma kamen, blinkten nur noch die Einschaltknöpfe. Der Schalter am Beamer in Blau, der am Computer in Orange. Also ein Job für den unerschrockenen Systembetreuer.

Ich zog zunächst am Computer alle Kabel und ging anschließend mit ihm unterm Arm in den Keller. Dort tauschte ich erstmal das Netzteil aus, da auch der Lüfter nicht mehr ging – kein Erfolg. Dann habe ich die BIOS-Batterie ersetzt – auch kein Erfolg. Ein wenig Recherche im Internet brachte auch die Vermutung zu Tage, dass das Motherboard defekt sein könnte. Also habe ich die Festplatte in einen fast baugleichen, aber älteren Computer der gleichen Bauart gesteckt. Na also! Bis auf ein paar Treiberprobleme hat wieder alles funktionert. Allerdings habe ich nicht verstanden, warum ich die Treiber ersetzen musste. Ich dachte immer, dass die auf der Festplatte gespeichert werden.

Das Beamermodell war allerdings nicht nicht zum ersten Mal bei mir. Ich hatte bereits baugleiche zur Reparatur und wusste daher, was zu tun war: Die Herstellerfirma baut, beabsichtigt oder unbeabsichtigt, einen zu schwachen Kondensator ein. Wird dieser ausgetauscht, geht wieder alles. Im Internet gibt eine entsprechende Einbauanleitung dazu, da das Probleme gerade in den USA häufig auftauchte. Es ist eine amerikanische Firma.

Nach dem Austausch des Kondensators geht dieser Beamer nun also auch wieder.

Ach ja, als ich beim ersten Mal bei der Firma nach Hilfe fragte, meinte diese nur: „Wir reparieren nichts, aber Sie können ja eine neuen kaufen.“ Das hätte mich statt der 1,50 Euro für den neuen Kondesator dann 600,- Euro gekostet.

Warum solche Kondensatoren eingebaut werden, ist wohl jedem klar. Wem nicht, der kann sich folgenden Film anschauen. Ich fand ihn sehr interessant, da mir das Ausmaß des „Problems“ nicht so klar war!

Die angesprochene, seit 110 Jahren anscheinend, leuchtende Glühlampe findet man hier.

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